15 Jahre PlusPunkt Greven
Das Ehrenamt bringt sie nach vorn

Greven -

„Unser vollster Respekt und unsere ganze Anerkennung ist Ihnen sicher“, sagte Beate Tenhaken. Die Fachbereichschefin für Soziales im Rathaus honorierte am Montag die 15-jährige Arbeit des PlusPunkts Greven: Eine Initiative, die sich seit ihrer Gründung dem Wohle der Stadt-Gesellschaft widmet.

Mittwoch, 06.11.2019, 11:29 Uhr
In der Kulturschmiede berichtete Gertrud Renz (kl. Foto) über die Arbeit des PlusPunkts Greven.
In der Kulturschmiede berichtete Gertrud Renz (kl. Foto) über die Arbeit des PlusPunkts Greven. Foto: pal

Dass dies gut bis sehr gut angekommen sein muss, ist beim Anblick der zahlreichen Gästen, die in der Kulturschmiede Platz genommen hatten, offensichtlich. Kein Wunder bei der langen Liste der Projekte, die in den vergangenen Jahren angestoßen und realisiert werden konnten. „Projekte, die Greven nach vorne gebracht haben“, wie Tenhaken beschrieb.

Die Freiwilligenagentur ist in erster Linie Beratungs- und Vermittlungsstelle für ehrenamtliches Engagement in der Stadt.

Ihren Anfang fand die Erfolgsgeschichte im Oktober 2004: Damals gründeten vier Grevenerinnen – eine von ihnen ist Gertrud Renz – den Verein als private Initiative. Seit 2006 ist PlusPunkt Greven ein gemeinnütziger Verein und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Der Vorsitzende des Paritätischen im Kreis Steinfurt, Peter Metje, betonte die „allzeit sehr gute Zusammenarbeit“ und hob das ehrenamtliche Engagement auf eine hohe Ebene: „In diesem Ausmaß ist Greven ein Vorbild für die ganze Umgebung.“

Aber was macht PlusPunkt Greven?

Der Name komme übrigens laut Renz aus einer einfachen Redewendung: „Wir wollten von Anfang an einfach ein Pluspunkt für die Stadt und ihre Menschen sein.“ Dass haben sie geschafft. 2005 kam der Stein durch die Gründung des Lese- und Lernpaketes an der Johannis-Schule ins Rollen. Weitere Projekte folgten: „Huckepack-Wunschgroßeltern“, der „Offene Bücherschrank“ von 2008, „Bühne frei“ mit zahlreichen Auftritten oder „Klartext Deutsch“ von 2015. Letzteres Projekt stellt eine Lernhilfe im Bereich der deutschen Sprache für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund dar.

Die Liste der Projekte ist lang. Der letzte Erfolg sind die Spielfreunde Greven. Die integrativ arbeitende Musikgruppe wurde in diesem Jahr gegründet.

Während der Feierstunde am Montagabend wurden die Projekte und die Initiatoren hinter diesen auf der Bühne in einer Interviewrunde vorgestellt. Alles in allem eine runde Sache – die Worte von Beate Tenhaken bringen es auf den Punkt: „Die Bandbreite der Arbeit ist unglaublich groß, das Engagement unbezahlbar. Sie stecken all hier Herzblut in das Gelingen.“ Oder um Peter Metje zu zitieren: „Ohne das Ehrenamt ist unsere Gesellschaft in Deutschland nicht so lebensfähig und –wert, das ist allen klar. PlusPunkt Greven geht dabei mit vollem Tempo voran.“

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