Der Arbeitskreis Familienforschung des Heimatvereins wird 20 Jahre
„Finden Sie Ihre Vorfahren“

Greven -

Am 24. November 1999 wurde der Arbeitskreis Familienforschung beim Heimatverein gegründet. Das wird am Totensonntag, 24. November, mit einer Ausstellung und Vorträgen gefeiert.

Donnerstag, 07.11.2019, 18:42 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 18:50 Uhr
Ingrid Edelkötter hat viel in den unterschiedlichsten Quellen recherchiert und so einen beeindruckenden Familienstammbaum zusammengetragen.
Ingrid Edelkötter hat viel in den unterschiedlichsten Quellen recherchiert und so einen beeindruckenden Familienstammbaum zusammengetragen. Foto: Pia Weinekötter

Ein Zeitungsartikel gab den Ausschlag für dieses Jubiläum. „Mein Mann digitalisiert und verschlagwortet die Zeitungsartikel für das Archiv des Heimatvereins“, erklärt Barbara Mohring, „und dabei fanden wir den Bericht vom 24. November 1999 über die Gründung des Arbeitskreises Familienforschung beim Heimatverein am 18. November.“

Damit reifte die Idee bei den Mitgliedern des Arbeitskreises, anlässlich dieses Jubiläums ihre Arbeit im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorzustellen.

„Wir sammeln tote Verwandte“, erklärt Ingrid Edelkötter mit einem Augenzwinkern. In diesem Sinne wird das 20-jährige Bestehen am Sonntag, 24. November, nicht mit einem rauschenden Fest, sondern mit vielen Beiträgen, Schautafeln, Vorträgen, Computer unterstützter Ahnenforschung und vor allem dem Informationsaustausch in den Räumen des Heimatvereins in der Alten Post, Alte Münsterstraße 8 gewürdigt.

„So bieten wir am Totensonntag eine besondere Art, unserer Toten zu gedenken“, erläutert Klaus Höfte und bittet, „bringen Sie beispielsweise alte Totenzettel Ihrer Familie zur Digitalisierung mit.“

Ingrid Edelkötter, Barbara Mohring und Klaus Höfte beschäftigen sich bereits seit einigen Jahren mit der Familienforschung. „Als mein Sohn vor 17 Jahren geboren wurde und ich also meinen Familienamen weitergab, wollte ich gerne wissen, wo der Name herkommt.“

Umso überraschter war Höfte, als er herausfand, dass der Namensursprung nicht in einem Hof, sondern in dem niederdeutschen Wort für Uferbefestigung liegt. „Und das stimmt, denn der Hof unserer Familie befand sich etwa 400 Jahre an einem Knick der Ems.“

Bei Barbara Mohring war die Begeisterung für die Familienforschung geweckt, als sie in den 90er Jahren alte Erbunterlagen gesehen hat und das Elternhaus ihrer Mutter als eines der ältesten Häuser im Hoek ausgeräumt wurde, wobei viele alte Schriftstücke und Urkunden ans Licht kamen.

„Zum 50. Geburtstag meines Bruders wollte ich den Stammbaum unserer Familie vervollständigen“, berichtet Ingrid Edelkötter und tat das sehr erfolgreich, denn „mittlerweile reichen die Hinweise auf unsere Vorfahren bis 1420 zurück.“

Alle drei sind bei ihren Recherchen auch zum Arbeitskreis Familienforschung des Heimatvereines gestoßen. Vor 20 Jahren gehörten u.a. auch Herbert und Raphaela Kirschnick, die vielen auch durch das Ortsfamilienbuch „Die Grevener Bevölkerung bis 1820“ bekannt sind, zu den vielen Gründungsmitgliedern.

Der bekannten Ahnenforscherin Elisabeth Frische gelang es vor einigen Jahren durch neue Impulse und der Einrichtung eines Treffens an jedem ersten Dienstag im Monat den Arbeitskreis zu neuer Attraktivität zu verhelfen.

Am Totensonntag stellen die aktiven Mitglieder die verschiedenen Aspekte der Familienforschung vor. „Von der Online-Recherche in alten Kirchenbüchern, Forschung in Archiven über Computergenealogie bis hin zur Information über die vielen Computerprogramme zur Erstellung eines Stammbaums“, zählt Barbara Mohring auf.

„Wir geben gerne Hilfestellung bei den Recherchen“, ergänzt Klaus Höfte. „Kommen Sie einfach zwischen 11 und 17 Uhr in der Alten Post vorbei – vielleicht finden Sie an diesem Tag weitere Vorfahren für Ihren eigenen Stammbaum“, fordert Ingrid Edelkötter auf.

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