„Spätlese“-Lesung im Café Giersch
Ferne Welten und skurrile Träume

Schmedehausen -

Lyrik lässt sich am besten genießen, wenn das Drumherum passt: mit einer Tasse Tee oder einem Glas Wein. Und dann braucht es noch schöne Gedichte. Und obwohl das reine Geschmackssache ist, trafen die Gedichte aus der „Spätlese“ genau den Nerv der Zuschauer.

Sonntag, 10.11.2019, 13:40 Uhr
Die Autoren (von links) Ursel Hiltner-Wawra, Paul Schliemann und Gabriele Bergschneider.
Die Autoren (von links) Ursel Hiltner-Wawra, Paul Schliemann und Gabriele Bergschneider. Foto: Pia Naendorf

Am Freitagabend verwandelte sich das Café Giersch in Schmedehausen in ein Wohnzimmer. Paul Schliemann, Gabriele Bergschneider und Ursel Hiltner-Wawra starteten mit Texten zum Thema „Schreiben“, wie ihnen Ideen kommen und wann. Schliemann sieht sich als „nächtlichen Poeten“, wohingegen Bergschneider das Schreiben als Besuch in fremden Welten sieht.

Schliemann trug lustige Gedichte vor, bei denen das Publikum lachte und gluckste. Ursel Hiltner-Wawra kündigte einen anderen Stil an: Ihre Gedichte waren eher tiefgründig und ernst, nicht immer gereimt. Bergschneider wiederum reimte ihre Gedichte, bei denen die Zuhörer gespannt auf die Pointe am Schluss warteten.

Ganz gebannt lauschte das Publikum, seufzte und lachte, fühlte mit. Die drei Autoren beherrschen das Spiel mit der Sprache. Sie machten aus Alltagsmomenten etwas Besonderes und holten ferne Welten, skurrile Träume, Fantastisches oder bizarre Szenen in das Café.

Die Veranstaltung stellte den Auftakt zu einer Reihe von drei Lesungen dar, die den Winter literarisch begleiten werden. Am 29. November liest der Krimiautor Klaus Roth unter dem Titel „Mörderisches Münsterland“, und am 24. Januar geht es mit Ingrid Landwehr und Jürgen Hübschen auf den Weg in die Märchenwelt. Beginn ist jeweils um 19 Uhr, um Anmeldung wird gebeten, ✆ 0176/70 00 96 04.

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