Azubiehrenamtstag im Hansaviertel
Hand in Hand fürs Ehrenamt

Greven -

Walter, Marcel und Thomas werkeln, was das Zeug hält. So langsam soll er doch was werden: Der neue Schrank für den Cliquenraum – der eine bohrt, der andere geht mit dem Schleifpapier über die Fläche. Hand in Hand arbeiten die Jugendlichen. Das war das Motto am vergangenen Samstag in und rund um den Treffpunkt Hansaviertel. Gemeinsam werkelten, bastelten oder kochten die Nutzer der Begegnungsstätte mit einer Gruppe der Caritas sowie 17 Azubis und Studenten der Stadt Greven. Der Azubi-Ehrenamtstag stand an.

Sonntag, 10.11.2019, 13:40 Uhr
Nutzer der Begegnungsstätte mit einer Gruppe der Caritas sowie 17 Azubis und Studenten der Stadt Greven gestalteten den Azubi-Ehrenamtstag im Hansaviertel.
Nutzer der Begegnungsstätte mit einer Gruppe der Caritas sowie 17 Azubis und Studenten der Stadt Greven gestalteten den Azubi-Ehrenamtstag im Hansaviertel. Foto: Luca Pals

Und dieser hat bereits gute Tradition. Seit 2012 organisiert die Stadt Greven in regelmäßigen Abständen einen Tag, bei dem Azubis und Studenten der Stadt mit verschiedensten Gruppen aus dem Umfeld zusammen kommen und gemeinsam mit anpacken. Dabei sucht die Stadt immer nach neuen Feldern. 2013 standen die Menschen mit Behinderung im Haus Tobias im Mittelpunkt, ein Jahr später waren es die älteren Menschen im Matthias-Claudius-Haus, 2015 die Flüchtlingshilfe Greven. In diesem Jahr stand nun die Migration im Mittelpunkt des Wirkens, für alle Verantwortlichen ein „super Erfolg.“

Und wie läuft ein Azubi-Ehrenamtstag ab? Die zahlreichen Teilnehmer wurden bunt gemischt – Sandra Hörnemann, Koordinatorin des Tages und Mitarbeiterin der Stadt, sagt: „Die Azubis lernen sich hierbei gut kennen, sie vernetzen sich untereinander. Aber nicht nur sie, sondern auch mit den anderen aus dem Hansaviertel. So entstehen Kontakte über den eigenen Tellerrand hinaus.“ Darüber hinaus ist an diesem Tag jede Arbeit ehrenamtlich. Hörnemann erklärt: „Die Azubis nehmen damit wahr, was man schon mit einem Tag ehrenamtlichen Engagement bewirken kann.“

So sieht es auch Mario Huslage, Leiter des Fachbereichs Service der Stadt Greven: „Das ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt ist sehr groß und soll groß bleiben. Dies alles hält unsere Gesellschaft so gut zusammen.“ Durch die gute Resonanz der vergangenen Jahre seien die Organisatoren in ihrem Vorhaben immer weiter gestärkt worden: „Die Azubis machen einfach super mit und nehmen so viel mit aus dem Tag“, lobt Huslage.

Ebenfalls begeistert: Irmgard Hellmann de Manrique, Mitarbeiterin der Stadt und der Begegnungsstätte Hansaviertel. „Heute entsteht hier einfach sehr viel. Super Beispiel ist der Keller.“ Ein Raum dort war noch am Morgen vollgestellt, bereits drei Stunden später – und mit der tatkräftigen Hilfe von fünf engagierten jungen Menschen – ist er sortiert und glänzt in „wunderbarer Ordnung.“ Nur ein Beispiel von vielen.

Alle Helfer konnten sich zu Mittag an einen gedeckten Tisch setzen – drei Gänge mit Spezialitäten aus Syrien wurden angeboten. Natürlich von Nutzern und Azubis gekocht. Hand in Hand für das Ehrenamt und für den interkulturellen Austausch.

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