Jahrestagung der türkischen Reisebüros
„Ohne Bedenken in die Türkei“

Greven -

„Die Luftfahrt bringt seit jeher Menschen zusammen. Sie verbindet uns.“ So sagt es Detlef Döbberthin, Pressesprecher des Flughafens Münster-Osnabrück. Anlass ist der Syrien-Konflikt und die damit einhergehende Kritik gegenüber der Türkei und der zuletzt stattfindende Streik am Flughafen-Terminal. Einige Demonstranten hatten sich vehement gegen Flüge in die Türkei ausgesprochen (wir berichteten).

Sonntag, 10.11.2019, 13:41 Uhr
Bei der Reisemesse am Samstag und Sonntag am Flughafen Münster-Osnabrück ging es ausschließlich um die Türkei.
Bei der Reisemesse am Samstag und Sonntag am Flughafen Münster-Osnabrück ging es ausschließlich um die Türkei. Foto: Luca Pals

Das Gegenteil ist am FMO allerdings der Fall. Döbberthin: „24 Prozent der jährlichen Passagiere bei Ankunft und Abflug an unserem Flughafen waren oder wollen in die Türkei.“ Eine beachtliche Zahl. Und warum sollten sie auch die Türkei meiden, wirft Döbberthin ein. „Wir machen keine Politik sondern Flugverkehr.“ Wie viel Türkei im Luftverkehr steckt – davon konnten sich Besucher am Wochenende an zwei Tagen ein Bild machen: Bei der Reisemesse zur Jahrestagung der türkischen Reisebüros.

Zahlreiche Reisebüros, aber auch Hotels, kulinarische Stände oder medizinische Versorgung im Land selber stellten sich vor. Die Eröffnungsrede hielten FMO-Geschäftsführer Professor Rainer Schwarz und der türkische Konsul aus Münster, Ahmet Faik Davaz.

Die Türkei ist, wie bereits beschrieben, ein wichtiges Ziel für den FMO. Döbberthin kennt die Zahlen: Im kommenden Sommerflugplan werden fünf Ziele in der Türkei angeflogen, pro Woche wird es bis zu 30 Abflüge geben. Die Reisezahlen in die Türkei würden trotz der Spannungen im Land steigen. Der FMO-Sprecher kann aber auch hier die Gründe gut zusammenfassen: „In einem Umkreis von 90 Minuten haben wir 30 000 Mitbürger mit türkischer Abstammung. Besonders aus dem nördlichen Ruhrgebiet kommen viele. Daher mischen sich die Flieger in die Türkei viel öfter mit Reisenden und Menschen, die ihre Familie einfach nur besuchen wollen.“

Als einer der wichtigsten Partner am FMO gilt die Fluggesellschaft Corendon. Das türkisch-niederländische Unternehmen fing nach der Germania-Pleite viele Flüge auf und präsentierte sich ebenfalls auf der Reisemesse.

Die Reisemesse war nicht – wie im Vorfeld von einigen Menschen vermutet – der Ersatz für die traditionelle Reisemesse des FMO. Diese findet wie gewohnt Ende Januar statt, betonte Detlef Döbberthin.

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