Autorenquartett liest bei „Bühne frei“ aus eigenen Werken
Nebel, Moorhexen, Totenköpfe und Fastfood

Greven -

Wenn die Blätter flüstern – diesem Motto folgte die Matinee im Kesselhaus, die die Aktiven der Aktion „Bühne frei“ organisiert hatten. Vier Autoren zogen die Gäste in ihren Bann.

Sonntag, 17.11.2019, 19:09 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 10:30 Uhr
Eugen Chrost aus Lengerich untermalte die Veranstaltung mit Harfenklängen und kleinen Anekdoten.
Eugen Chrost aus Lengerich untermalte die Veranstaltung mit Harfenklängen und kleinen Anekdoten.

Claude LeRouge las aus seinem Buch „Der Fall St. Josef“. Die Grevener ahnten schon, um was es sich handeln könnte. Lustig wurde es um eine Ausgrabungsstätte und einen Totenkopf, um jemanden der etwas über die Rübe bekommen hat, so dass die Gäste schmunzelten.

Hans Lüttmann, ehedem Mitarbeiter dieser Zeitung, trug unter anderem plattdeutsche Texte vor. Ideen kommen ihm zum Beispiel auf Autofahrten zwischen Frankfurt und Emsdetten. Plattdeutsche Texte können lustig, traurig, zärtlich und auch grob sein, sagte der Auto.

Seine Geschichten handelten von der Moorhexe aus dem Emsdettener Venn, die in Binsenhalmen ihre Fäden gespannt hat und um den „Öhm an de Muer“, der für wenig Lohn arbeiten musste. Andächtig hörte das Publikum seinen Erzählungen zu.

Dagmar Dahmen aus Reckenfeld, ein bekanntes Gesicht bei Bühne frei, trug eine nette, eigene Geschichte vor. Darin ging es um einen Besuch mit der Enkelin in einem Fastfood-Restaurant. Sie erzählte von Chicken Wings und Kaffee aus bunten Plastikbechern. In einem weiteren Text wurde es besinnlich, denn der Sommer hatte ausgeträumt.

Hannah Brundiek-Wennemer aus Lengerich, Malerin und Poetin, las eigene Gedichte. Zwei ihrer gemalten Bilder waren auf der Bühne aufgestellt. Darin ging es um zwei Birken im Herbst. Fasziniert von ihren Wortfindungen lauschte das Publikum Ihren Texten, etwa einem Nebelwegwisch-Himmel.

Eugen Chrost aus Lengerich untermalte die Veranstaltung mit wundervollen, warmen Harfenklängen und kleinen Anekdoten.

So unterschiedlich auch die Autoren waren, das Publikum war begeistert. Eine gelungene Veranstaltung bei vollem Kesselhaus, bilanzierte das Team von Bühne frei.

Die nächste Veranstaltung findet am Samstag, 18. Januar, von 10.30 bis 12 Uhr im Kesselhaus der GBS statt. der Eintritt ist frei.

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