Doppelt so viele Pakete wie sonst
Deutsche Post bereitet sich aufs Weihnachtsgeschäft vor

Reckenfeld -

Weihnachtszeit ist für die Mitarbeiter des Paketzentrums und des Briefzentrums in Reckenfeld Stresszeit. Die Zahl der Pakete und auch der Briefe verdoppelt sich.

Montag, 18.11.2019, 08:10 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 13:13 Uhr
Das Weihnachtsgeschäft läuft bei der Post (hier: Paketzentrum) an und wird sich noch bis in den Januar ziehen.
Das Weihnachtsgeschäft läuft bei der Post (hier: Paketzentrum) an und wird sich noch bis in den Januar ziehen. Foto: Oliver Hengst

Im Brief- und im Paketzentrum der Post stellen sich die Mitarbeiter bereits auf die Sendungsflut rund um Weihnachten ein. Dann werden die Mengen, die entgegengenommen, sortiert und weitergeleitet werden müssen, wieder in rekordverdächtige Höhen schnellen.

An normalen Tagen werden im Paketzentrum um die 200.000 Sendungen verarbeitet, rund um Weihnachten kann diese Zahl schon mal auf eine halbe Million Pakete pro Tag anwachsen. Im Briefbereich sind die Zahlen sogar noch beeindruckender, statt der üblichen 1,5 Millionen Sendungen am Tag (Ein- und Ausgänge) sind es vor Weihnachten um die 2 Millionen Briefe. Wegen des deutlich größeren Volumens von Paketen stellen diese jedoch die größere logistische Herausforderung dar.

Und noch ein Aspekt kommt hinzu. Wie Niederlassungsleiter Ingo Kutsch erläutert, beschränkt sich der „Peak“ (Höhepunkt) bei den Briefen im Wesentlichen auf die Woche direkt vor Weihnachten. Bei den Paketen jedoch umfasse das Weihnachtsgeschäft rund zwei Monate.

Rabatt-Aktionen kurbeln Handel an

Das habe mit den früh einsetzenden Aktionstagen im Handel zu tun, vor allem im Onlinebereich. „Black Friday und Cyber-Wochen machen Ende November den Anfang“, sagt Kutsch. Von da an steige die tägliche Paketflut stetig an. Um auch nach Weihnachten nicht schlagartig abzuebben. Zum einen müssten dann auch wieder viele Retouren abgewickelt werden, zum anderen werden nach den Festtagen noch zahlreiche Geldgeschenke und Gutscheine in „echte“ Geschenke verwandelt, die zunehmend online geordert werden.

Schichten beginnen früher

„Die Schichten werden früher beginnen“, nennt Kutsch eine Konsequenz für die Mitarbeiter. Oft hole man erste Ladungen an Paketen und Briefen schon tagsüber ab (um schon mal loslegen zu können) und fahre dann abends, zu den regulären Leerungs-Zeiten, die Annahmestellen und Briefkästen ein weiteres Mal an. Nicht ohne Grund, denn der Zeitplan ist eng. „Um 21.30 Uhr gehen die Briefe raus zu den anderen Briefzentren“, macht der Chef von mehr als 5000 Mitarbeitern (in Reckenfeld und in der Fläche) deutlich.

Zusätzliche Mitarbeiter mit Zeitverträgen

Um den erhöhten Aufwand rund um Weihnachten bewerkstelligen zu können, stellt die Post wieder zusätzliche Mitarbeiter mit Zeitverträgen ein und bezahlt diese nach Tariflohn – und somit deutlich über Mindestlohn, wie Kutsch betont. Da es jedoch immer schwieriger werde, Mitarbeiter aus der Region zu finden, stellt sich die Post international auf. „Wir betreiben Auslands-Recruiting, ganz extrem“, sagt Kutsch. Heißt: Man werbe für die heiße Phase Mitarbeiter aus ganz Europa an. Berührungsängste kennt man bei der Deutschen Post dabei nicht. Schon jetzt sei eine multikulturelle Mitarbeiterschaft vollkommen normal. Die Post beschäftigt am Standort Menschen aus rund 40 unterschiedlichen Ländern.

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