Reckenfelder Tafel hofft auf süße Spenden / Unterstützung durch Edeka
Zutaten, die von Herzen kommen

Reckenfeld -

Backzutaten – ach herrje, lange her, dass sich Mehl, Zucker und andere haltbare Lebensmittel in nennenswerter Menge in die Regale der Tafelausgabestelle Reckenfeld verirrt haben. Deshalb ruft das Team der Reckenfelder Tafel auch in diesem Jahr dazu auf, die gemeinsame Aktion der Tafel und der Lokalredaktion zu unterstützen.

Dienstag, 19.11.2019, 08:38 Uhr aktualisiert: 19.11.2019, 08:40 Uhr
Das Reckenfelder Tafel-Team um Brigitte Ransmann (vorne) und Ernestine Thye ruft die Leser unserer Zeitung dazu auf, Backpakete zu spenden, die dann an bedürftige Familien weitergegeben werden.
Das Reckenfelder Tafel-Team um Brigitte Ransmann (vorne) und Ernestine Thye ruft die Leser unserer Zeitung dazu auf, Backpakete zu spenden, die dann an bedürftige Familien weitergegeben werden. Foto: Colourbox

Backzutaten – ach herrje, lange her, dass sich Mehl, Zucker und andere haltbare Lebensmittel in nennenswerter Menge in die Regale der Tafelausgabestelle Reckenfeld verirrt haben. Sicher: Die regelmäßige Menschenwaage-Aktion bessert die knappen Vorräte an Haltbarem immer wieder auf. Bisweilen bringen auch einzelnen Spender mal einige Tüten vorbei. Doch gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit fehlt es wieder an Zutaten, die die Tafelkunden zu Plätzchen, Keksen oder Kuchen verarbeiten können.

Deshalb ruft das Team der Reckenfelder Tafel auch in diesem Jahr dazu auf, die gemeinsame Aktion der Tafel und der Lokalredaktion zu unterstützen. Wichtig: Wer mit seiner Spende gezielt Reckenfelder Tafel-Kunden unterstützen möchte, sollte seine Backpakete auch eben dort abgegeben. Da die Tafelausgabestelle (Emsdettener Landstraße 9c) mittwochs ab 14 Uhr für Kunden geöffnet hat, sollten die Spenden idealerweise mittwochs zwischen 9.30 und 13 Uhr vorbeigebracht werden.

„Wir hoffen, dass wir genug Backpakete zusammenbekommen“, sagt Brigitte Ransmann. Genug hieße: für jede Familie, die sich bei der Reckenfelder Tafel versorgt, mindestens ein Backpaket. Nötig wären somit um die 60 Pakete, denn eben so viele Menschen/Familien (mal mehr, mal weniger) gehen wöchentlich zur Tafel in Reckenfeld, weil das Monatsbudget sonst nicht ausreichen würde.

Unterstützung erhält das ehrenamtliche Tafel-Team in diesem Jahr vom örtlichen Edeka-Markt. Dort können voraussichtlich ab dem ersten Advent fix und fertig geschnürte Backpakete erworben werden. Wer es ganz bequem haben möchte, kann die Pakete auch nur bezahlen, aber im Laden zurücklassen, der Edeka wird sie dann an die Tafel weitergeben.

In ein Backpaket sollten folgende Zutaten gelegt werden: ein Kilo Mehl, ein Kilo Zucker, ein Päckchen Backpulver, zwei Päckchen Vanillezucker, 250 Gramm Margarine und 50 Cent für zwei Eier, die frisch zugekauft werden.

Ernestine Thye, die die Tafelausgabestelle in Reckenfeld zusammen mit Brigitte Ransmann leitet, rät dazu, im Falle eines Falles keine falsche Scheu an den Tag zu legen. „Jeder, der bedürftig ist, ist hier gerne gesehen“, sagt sie. Natürlich sei verständlich, dass viele Menschen anfangs eine Hemmschwelle überwinden müsste. Doch man pflege in der Reckenfelder Tafel ein vertrautes Miteinander. In diesem Umfeld müsse sich niemand schämen oder erklären. Zu den Kunden, die sich regelmäßig in der Tafel mit Lebensmitteln versorgen, zählen unter anderem Hartz-IV-Bezieher, Flüchtlinge (ihre Zahl geht allerdings zurück) und nach Thyes Beobachtung zuletzt zunehmend ältere Menschen, deren Rente nicht ausreiche.

► Das Reckenfelder Tafel-Team sucht aktuell übrigens dringend männliche Unterstützung. Wer sich für dieses Ehrenamt interessiert, kann sich mit Brigitte Ransmann, ✆ 02575/3939, in Verbindung setzen.

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