Ausbau des Reckenfelder Bahnhofes hat eine weitere Hürde genommen
Vermessung hat schon begonnen

Reckenfeld -

Der VdK Reckenfeld, respektive ihr Vorsitzender Ulrich Stratmann, lässt nicht locker. Der barrierefreie Umbau des Reckenfelder Bahnhofes geht ihm nicht schnell genug – also fragte er in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses nochmal nach dem Stand der Dinge.

Donnerstag, 28.11.2019, 07:37 Uhr aktualisiert: 28.11.2019, 07:40 Uhr
Die Stadt hat einen Zuschuss für den barrierefreien Umbau des Haltepunktes Reckenfeld gestellt und grünes Licht bekommen.
Die Stadt hat einen Zuschuss für den barrierefreien Umbau des Haltepunktes Reckenfeld gestellt und grünes Licht bekommen. Foto: Oliver Hengst

Stratmann wollte unter anderem wissen, ob die Stadt bereits Kontakt mit dem Landes-Verkehrsministerium aufgenommen habe. Das Ziel des VdK sei die Aufnahme des Bahnhofsumbau in das künftige Förderprogramm des Bundes. Zuvor sei jedoch die Aufnahme in ein Landesprogramm erforderlich, daher sei Düsseldorf der richtige Ansprechpartner.

Von André Kintrup, in der Stadtverwaltung für Verkehrsfragen zuständig, erfuhr Stratmann dies: Kontakt zum Ministerium habe es nicht gegeben.

Aber: Man habe ein Planungsbüro ausgewählt und einen Zuschussantrag gestellt. Dieser sei auch bewilligt worden, so dass die Stadt die Planung zum barrierefreien Ausbau des Bahnhofes (der offiziell eine Haltepunkt ist) beauftragt habe. Wohlgemerkt: die Planung, nicht den Bau.

„Das Büro hat mit der Grundlagenermittlung angefangen“, sagte Kintrup. Es hätten jüngst auch schon Vermessungsarbeiten stattgefunden. Das Ziel des Büros sei, bis Mitte nächsten Jahres einen Entwurf fertigzustellen. Dieser werde im Bezirksausschuss Reckenfeld vorgestellt und dann beim Eisenbahnbundesamt eingereicht. Im Moment gehe man davon aus, „dass nur städtische und Bahn-Grundstücke betroffen sind. Dann braucht man keine Planfeststellung machen. In unseren kühnsten Vorstellungen erfolgt dann ein Plangenehmigungsbescheid des Eisenbahnbundesamtes. Und dann hat man fünf Jahre Baurecht.

Und wenn wir das erreicht haben, haben wir genau das umgesetzt, was uns die Politik aufgegeben hat: Dann haben wir eine baubare Planung für einen barrierefreien Haltepunkt Reckenfeld“, erläuterte Kintrup.

Es sind also noch viele, formelle Verfahrensschritte nötig. Für Bahnkunden hingegen ist vor allem diese Frage wichtig: Wann starten die Umbauarbeiten? Eine Frage, die Kintrup nicht exakt beantworten kann. Und auch nicht, wer die Planung dann tatsächlich umsetzt, also: wer konkret baut. Die könne die Bahn sein, aber auch die Stadt. „Das müssen wir dann mal gucken.“

Es dürfte also noch ein bisschen Wasser durch den Walgenbach fließen, bis der Ausbau wirklich startet. Übrigens:

Das fünfjährige Baurecht, das man hoffentlich nächstes Jahr erwirkt hat, kann notfalls nochmal um fünf weitere Jahre verlängert werden . . .

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