Wohnbebauung auf dem bisherigen Sportgelände – eine Chronik
Weichenstellung für die Ortsmitte

Reckenfeld -

In dieser Woche bringt die Kommunalpolitik eines der zentralen Zukunftsthemen für Reckenfeld auf den Weg: die Bebauung der bisherigen Sportplätze in der Ortsmitte.

Mittwoch, 04.12.2019, 09:30 Uhr
Die Planer des siegreichen Büros „sophie & hans“ aus Berlin präsentieren in dieser Woche die überarbeiteten Pläne für die Reckenfelder Ortsmitte.
Die Planer des siegreichen Büros „sophie & hans“ aus Berlin präsentieren in dieser Woche die überarbeiteten Pläne für die Reckenfelder Ortsmitte. Foto: Stadt Greven

In der Sitzung des Bezirksausschusses wird der überarbeitete Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbes vorgestellt. Wo bislang Sport getrieben wurde, soll bald eine neues Wohnquartier entstehen, das verschiedene Wohntypologien für alle Bevölkerungsgruppen vorsieht.

Diese Vorplanung muss nun Schritt für Schritt in ein Bebauungsplanverfahren und somit in verbindliches Baurecht überführt werden. Eine Chronik der bisherigen Schritte:

► Sage und schreibe 115 Planungsbüros aus ganz Europa wollen dabei sein. Doch beim städtebaulichen Wettbewerb zur Gestaltung des Wohngebietes Ortsmitte (bisheriges SCR-Sportgelände) können nur 15 Büros mitmachen. Fünf sind gesetzt, zehn weitere werden ausgelost. Ein Einführungskolloquium für die Planungsbüros macht Ende Februar den Anfang. Gesucht werden Ideen für die 4,6 Hektar große Fläche. Sodann machen sich die kreativen Köpfe an die Arbeit. Abgabetermin ist Mitte April.

► Die Entscheidung fällt Mitte Mai: Bei der Sitzung des Preisgerichts setzt sich der Entwurf des Büros „sophie & hans“ aus Berlin gegen die Konkurrenz durch. Die Berliner Ideen seien „ein innovativer Vorschlag für eine Wohnbebauung mit guter städtebaulicher Kubatur. Das Konzept fördert Nachbarschaften und nimmt Bezug auf die historischen Spuren des Grevener Ortsteils“, heißt es in der Begründung der Fachjury.

► Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass der vordere Teil des Schul-Altbaus erhalten bleibt und als Bürgerhaus genutzt wird. Mit etwa 150 bis 160 Wohneinheiten sind die Berliner am unteren Rand der Vorgabe von 150 bis 180 geblieben. Neben dieser eher behutsamen Ausnutzung des Raumes würdigte das Preisgericht auch den relativ geringen Anteil an Verkehrswegen und den hohen Grün-Anteil, der dem Gartenstadtcharakter Reckenfelds Rechnung trägt. In Bürgerhaus-Nähe ist ein Bürgerpark vorgesehen. Weitere Grünflächen finden sich im gesamten Gebiet wieder.

► Der Reckenfelder Bürgerverein scharrt mit den Hufen und möchte lieber heute als morgen loslegen. Der Verein möchte eine wichtige koordinierende Rolle bei der Nutzung des künftigen Bürgerhauses übernehmen.

Bei einem Ortstermin sammeln die Aktiven schon mal Ideen, wie die Räume künftig genutzt werden könnten.

► Den vorläufigen Schlusspunkt der Entwicklung setzt der SCR, der Ende November sein bisheriges Domizil in der Ortsmitte räumt, um am 1. Dezember die neue Sportanlage am Wittlerdamm einzuweihen. Fortan wird der komplette Spielbetrieb am neuen Standort stattfinden. Die Ortsmitte wartet ab nun darauf, dass die Bau-Pläne Realität werden. Im Ausschuss am Donnerstag erfolgt eine wichtige Weichenstellung.

► Sitzung des Bezirksausschusses Reckenfeld (zu diesem Tagesordnungspunkt gemeinsam mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt): Donnerstag, 5. Dezember, 17 Uhr, Rathaus, Großer Sitzungssaal.

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