Wertstoffhof vor der Eröffnung, Bauhof entsteht nebenan neu
Hier wird man (fast) alles los

Greven -

Im neuen Abfallkalender ist er bereits aufgeführt. Somit führt kein Weg mehr daran vorbei. Am 2. Januar nimmt der neue Wertstoffhof am Nien Esch den Betrieb auf.

Freitag, 06.12.2019, 09:06 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 19:46 Uhr
Südlich vom Wertstoffhof entsteht der neue Baubetriebshof mit Hallen, Werkstätten und Verwaltungsgebäude.   Auf dem Gelände südlich des Wertstoffhofes wird der Baubetriebshof neu gebaut. Umzug: voraussichtlich Mitte 2022.
Südlich vom Wertstoffhof entsteht der neue Baubetriebshof mit Hallen, Werkstätten und Verwaltungsgebäude.   Auf dem Gelände südlich des Wertstoffhofes wird der Baubetriebshof neu gebaut. Umzug: voraussichtlich Mitte 2022. Foto: Stadt Greven

Am Mittwoch durften sich die Mitglieder des Betriebsausschusses schon mal umschauen. Und einer brachte gleich etwas zum Entsorgen mit. Ein altes Trimm-Dich-Rad hatte ausgedient. Bei wem? Nebensächlich . . .

Aloys Wilpsbäumer, scheidender Leiter der Technischen Betriebe Greven (TBG), ließ es sich nicht nehmen, als eine seiner letzten Amtshandlungen die Kommunalpolitiker herumzuführen. Eine geordnete Abfallentsorgung sei ihm „eine Herzensangelegenheit. Ich glaube, hier haben wir die besten Bedingeungen dafür geschaffen.“ Kalkuliert habe man mit Baukosten von 1,65 Millionen Euro, man sei „deutlich darunter“ geblieben, sagte Klaus Feldmann, der für die Stadt die Bauleitung übernommen hatte.

Künftig werden ein bis zwei, in Spitzenzeiten möglicherweise drei TBG-Mitarbeiter vor Ort sein, neben einer Fachkraft für Abfallwirtschaft vor allem Aushilfen. Man arbeite, erläuterte Wilpsbäumer, im Wesentlichen mit zwei Partnern zusammen: Die Firma Lohmann stelle Container für Elektroschrott, Ahlert ebensolche für Sperrmüll, Papier und andere Dinge. Auch Grünabfälle – voraussichtlich fallen hier die größten Mengen an – fährt Ahlert ab. Zudem können Bürger Metall, Glas, Holz und viele Dinge mehr loswerden, die fachgerecht entsorgt oder wiederverwendet werden. Die Stadt selbst hat mit der reinen Logistik kaum etwas am Hut, die vollen Container holen auf Zuruf die Unternehmen ab.

Der neue Grevener Wertstoffhof: So sieht er aus

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Wichtig ist, dass auf dem Hof (neben dem Raiffeisen-Neubau) ausschließlich Haushaltsmüll entsorgt werden kann, gewerbliche Abfälle sind tabu.

Auch das Schadstoffmobil wird regelmäßig am neuen Standort Station machen, die Ortsteile werden jedoch wie bisher angefahren. Künftig wird man am Wertstoffhof also so gut wie alle Abfallarten entsorgen können. Die große Hoffnung: dass Mülltourismus und wildes Entsorgen eingedämmt wird. Alles wird man aber auch dort nicht los. Bahnschwellen zum Beispiel nimmt das TBG-Team nicht an, erläuterte Wilpbäumer schmunzelnd.

Insgesamt wird der Wertstoffhof rund 40 Stunden pro Woche verteilt auf sechs Tage geöffnet haben – und zwar ausschließlich für Grevener, was gegebenenfalls stichprobenartig überprüft wird. Für die Entsorgung sind keine Gebühren zu zahlen.

In direkter Nachbarschaft entsteht der neue Baubetriebshof – als Ersatz für das jetzt genutzte Areal an der Saerbecker Straße. Als der Betriebsausschuss seine Sitzung im Rathaus fortsetzte, machten die Politiker den Weg für den Neubau frei. Hallen, Werkstätten und Verwaltungsgebäude sollen rund 5,8 Millionen Euro kosten. Für die aktuell genutzte Fläche (auf der Wohnbebauung entstehen könnte) kalkuliert die TBG-Leitung eine Million Euro als Verkaufserlös ein.

Der Baugenehmigung (wird um den Jahreswechsel erwartet) folgen die Ausschreibung und die Vergabe der Bauleistungen. Ab Anfang 2021 könnte gebaut werden, so dass ein Umzug zum neuen Standort Mitte 2022 stattfinden würde.

► In der Sitzung wurde Aloys Wilpsbäumer nicht nur verabschiedet. Bürgermeister Peter Vennemeyer stelle auch dessen Nachfolgerin vor. Eine Berichterstattung dazu folgt.

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