Im Betriebsausschuss stellte sich die designierte neue TBG-Leiterin vor
Wilpsbäumer verabschiedet, Bücker-Gittel begrüßt

Greven -

Chefin an der Spitze: Meike Bücker-Gittel löst Aloys Wilspbäumer an der Spitze der Technischen Betriebe Grevens ab.

Freitag, 06.12.2019, 19:41 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 19:46 Uhr
Meike Bücker-Gittel soll neue Leiterin der Technischen Betriebe und damit Nachfolgerin von Aloys Wilpsbäumer werden.
Meike Bücker-Gittel soll neue Leiterin der Technischen Betriebe und damit Nachfolgerin von Aloys Wilpsbäumer werden. Foto: Oliver Hengst

Ihre erste Betriebsausschusssitzung erlebte sie als Zuhörerin. Eine, die schon fleißig Notizen machte. Nachdem Meike Bücker-Gittel als designierte neue Leiterin der Technischen Betriebe Greven (TBG) vorgestellt worden war, hatte diese einen Wunsch: der weiteren öffentlichen Sitzung als Gast beiwohnen zu können. Wogegen sich natürlich kein Widerspruch regte.

Bürgermeister Peter Vennemeyer stellte die „Neue“ vor. Die Suche nach einer Persönlichkeit, die auf Aloys Wilpsbäumer folgen soll, sei nicht ganz einfach gewesen. Das sei auch von Anfang an so zu befürchten gewesen. Man habe zwei Anläufe unternehmen müssen. Umso erfreuter sei er, dass man letztlich Meike Böcker-Gittel gefunden habe, die sich in einem Assessment-Center als geeignetste Kandidatin herauskristallisiert habe. „Die nachfolgenden Gespräche haben gezeigt, dass wir glaube ich sehr gut zusammen passen.“ Das habe vermutlich nicht zuletzt auch mit ihren persönlichen Wurzeln zu tun.

Die Münsterländerin stellte sich anschließend selbst vor: „Ich bin vor 46 Jahren in Greven geboren, bezeichne mich aber als Saerbeckerin. Ich bin in Saerbeck aufgewachsen, bin aber mit einem Grevener verheiratet, genau genommen ein Reckenfelder.“ Die drei Kinder seien zwischen 16 und 22 Jahre alt.

Ihrem Abitur am Augustinianum folgte ein Studium des Bauingenieurwesens in Karlsruhe. Nach einer Tätigkeit in der Forschung folgte 2004 der Umzug nach Dormagen. Der Familienzeit schloss sich ab 2011 ein Engagement bei den Stadtentwässerungsbetrieben Köln an. Seit sieben Jahren ist sie nun als Sachgebietsleiterin (Prozessmanagement) tätig und für 37 Mitarbeiter verantwortlich.

Vennemeyer ist sicher, „dass wir die richtige Wahl getroffen haben“. In der kommenden Ratssitzung wolle man die Bestellung von Meike Böcker-Gittel als Betriebsleiterin der TBG beschließen lassen. Dienstantritt sei – Stand jetzt – der 1. Juli, vielleicht aber auch früher.

Wilpsbäumer, der in wenigen Tagen in den Ruhestand geht, wurde im Ausschuss mit reichlich anerkennenden Worten bedacht. „Wer ihn als Mensch und auch als Führungskraft erleben durfte, der wird verstehen, dass das für uns natürlich ein riesengroßer Verlust ist“, sagte der Bürgermeister. Ulrich Zeranka als Vorsitzender des Betriebsausschusses überreichte ein Präsent und sagte über Wilpsbäumer: „Er hat einige große und wichtige Projekte mit angestoßen.“ Etwa den Straßenausbau in Reckenfeld, die Erschließung der Wöste, die vierte Reinigungsstufe der Kläranlage oder den Wertstoffhof – um nur einige zu nennen. „Es gab immer eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir haben immer Lösungen gefunden.“

Wilpsbäumer, 1977 Absolvent der FH Münster, ist seit 1981 für die Stadt Greven tätig. „Es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Es war auch eine Ehre für mich“, sagte der Rentner in spe. „Sie sind mich aber nicht ganz los.“ Die Eröffnung des Wertstoffhofes wolle er sich ebenso wenig entgegen lassen wie die Inbetriebnahme der vierten Reinigungsstufe der Kläranlage.

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