Anna Kalamiza serviert kroatische „Pohane Palacinke“
Pfannkuchen nach Balkan-Art

Greven -

Anna Kalamiza ist schon ein bisschen herumgekommen in Europa. „Ich bin in Polen geboren, habe 20 Jahre in Kroatien gelebt. Seit zwei Jahren bin ich in Deutschland.“ Und welche Gerichte schmecken ihr am besten? „Die kroatischen“, sagt sie lächelnd.

Sonntag, 08.12.2019, 06:43 Uhr aktualisiert: 08.12.2019, 07:00 Uhr
Anna Kalamiza füllt die Palatschinken mit einer herzhaften Hack-Gemüsemischung. Abwandlungen des Rezeptes sind leicht möglich.
Anna Kalamiza füllt die Palatschinken mit einer herzhaften Hack-Gemüsemischung. Abwandlungen des Rezeptes sind leicht möglich. Foto: Oliver Hengst

Was an Kreationen wie dieser liegen könnte: „Pohane Palacinke“. Die sprachliche Verwandtschaft zum österreichischen Palatschinken ist kein Zufall. Auch der Placinke ist ein crepe-artiger Pfannkuchen.

Anna Kalamiza bereitet die dünnen Crepes wie im klassischen Rezept aus Milch, Eier und Mehl zu. Die in der Pfanne hell gebackenen Palatschinken nutzt sie als „Mantel“ für eine herzhafte Füllung. „Man kann sie auch süß füllen, etwa mit Schokolade, wie in Österreich.“

Doch heute geht es eher deftig zu. Rindergehacktes, Zwiebel- und Paprikawürfel sowie klein geschnittene Champignons werden in der Pfanne angebraten und kräftig gewürzt, unter anderem mit „Vegeta“, eine aus dem polnischen Raum stammende salzhaltige Würzmischung. Auf einen Palatschinken legt die Köchin eine Scheibe Scheibletten-Käse und ein bis zwei Löffel der Füllung. Nach dem Zusammenrollen werden sie in Ei und Semmelbrösel gewendet. Die Panade ergibt eine knusprige Hülle. Das ganze wird im Ofen so lange gebacken, bis die gefüllten Rollen eine goldgelbe Farbe angenommen haben. Nach etwa zehn Minuten sollte es soweit sein.

Dazu serviert Anna Kalamiza eine kalte Sauce aus gehackten Gewürzgurken, Mayo, Creme fraiche, Petersilie und viel (wirklich viel!) Knoblauch. Die Testesser sind begeistert. „Köstlich, Anna. Ganz, ganz lecker“, wird die Köchin mit Lob überhäuft.

„Das koche ich wenn Gäste da sind.“ Was sich auch deshalb anbietet, weil das Gericht gut vorbereitet werden kann und die Köchin somit, wenn die Gäste erstmal da sind, auch Zeit für sie hat.

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