Großer Kreativmarkt in der GBS
Für jeden ein Weihnachtsgeschenk

Greven -

Genähte Mützen und Taschen, gedrechselte Spardosen, geklöppelte Bilder, bemalte Butterdosen. Daneben Insektenhotels, Ohrringe und Bucheinbände, dazu Weihnachtsmusik, Plätzchenverkauf und Lichterketten. Der Weihnachtsmarkt im Ballenlager und der Karderie hatte für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Sonntag, 08.12.2019, 18:09 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 10:18 Uhr
Klaus-Dieter Schütze stellte selbstgedrechselte Holzkunst aus. Drechseln am Stand konnte er nicht: Die Maschine war kaputt.
Klaus-Dieter Schütze stellte selbstgedrechselte Holzkunst aus. Drechseln am Stand konnte er nicht: Die Maschine war kaputt. Foto: Günter Benning

„Also hier kann jeder ein Weihnachtsgeschenk finden“, ist sich Ausstellerin Kirsten Risse sicher. Die Auswahl ist groß und wer keine Standard-Ware aus dem Geschäft verschenken will, wird zwischen all den liebevoll in Handarbeit hergestellten Schätzen ganz bestimmt fündig.

 Obwohl viele Besucher nicht konkret auf der Suche waren, gingen viele nicht mit leerer Tasche nach Hause, und wenn es nur die frischen Plätzchen vom Fußballverein waren.

 Eine Ausstellerin verkauft selbstgestrickte und -genähte Kinderkleidung. Den eigenen Enkeln passen die Sachen mittlerweile nicht mehr, erzählt sie. Umso besser für eine Besucherin, die gleich zwei Pullover für ihr Enkelkind findet.

 Am Stand nebenan gibt es Waldorfpuppen, zwar mit einem angedeuteten Gesicht, aber rein aus Naturmaterialien hergestellt. Da freute sich im vergangenen Jahr die Enkelin: „Ich habe die Puppe per Post geschickt“, erzählt die Ausstellerin. „Mein Sohn hat sie beim Auspacken gefilmt, das war sehr schön!“

 Doch die Enkelkinder waren nicht nur diejenigen, für die viele Großeltern Geschenke fanden: die aufgebaute Modelleisenbahn hatte unter ihnen viele Fans. Und nicht nur bei den Enkeln, auch alle anderen Generationen beobachteten begeistert das Treiben auf Straße und Schiene.

 Dieses Jahr wurde erstmals wieder eine große Anlage aufgebaut, endlich ist alles nach dem Hochwasser von 2014 ersetzt.

 Ein anderes Highlight fiel für die Besucher in diesem Jahr dafür aus: das Drechseln am Stand von Klaus-Dieter Schütze. Die Maschine sei kaputt, erzählt er traurig. Da fehle richtig was, ergänzt seine Frau.

 Doch auch so findet ihr Stand Anklang: das Sortiment ist um Hund und Katze ergänzt worden. „Der Hund sollte eigentlich auch eine Katze werden, ist mir aber irgendwie missraten. Es sah mehr wie ein Hund aus“, lacht Schütze über die Entstehung.

 Aber beim Klöppeln kann zugeschaut werden, beim Stricken oder Häkeln. „Da wundern sich alle, dass meine Tochter nicht stricken kann“, sagt eine Ausstellerin. Sie strickt neben dem Verkaufen und Plaudern weiter fleißig für ihren Stand.

 „Die Abwechslung ist toll!“, meint Kirsten Risse. Sie finde meist erst am zweiten Tag die Gelegenheit, sich die Stände der anderen Kunsthandwerker anzuschauen. Und auch an ihrem Stand bietet sie unterschiedliche Dinge an: die Perlen stelle sie vor allem im Sommer her, die kleine Gartenlaube sei nämlich nicht beheizt. Wenn es dort zu kalt wird, näht und werkelt sie im Haus weiter. Aber: „Immer andere Sachen, sonst wird es langweilig.“

 Langeweile kam bei den Besuchern und den Standbesitzern bestimmt nicht auf: Fragen neugieriger Kinder und Erwachsener, Verkaufsgespräche und Fachsimpelei. Zur Stärkung verkaufte draußen das Team vom Kesselhaus Getränke, Pommes und Waffeln. Und über allem, natürlich, die Weihnachtsmusik. Ist schließlich nicht mehr lange hin. „Nur noch so oft schlafen“, erklärt ein kleiner Junge dem Vater und zeigt seine Hände. „Ein paar Mal öfter noch“, sagt der Papa und hält seine Hände daneben. Enttäuschung kann aber nicht aufkommen, schließlich hat Papa nicht mehr alle Finger ausgestreckt…

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