Piroggen mit süßer Füllung
Von der kasachischen Oma gelernt

Greven -

Sie sind ein echtes Multitalent, die russischen, pardon: kasachischen Piroggen. Man kann sie süß oder herzhaft füllen, kann sie in der süßen Ausführung als Kuchenersatz oder als Dessert servieren, in der deftigen Variante sind sie als Beilage wie als Hauptspeise gleichermaßen geeignet.

Mittwoch, 11.12.2019, 10:40 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 11:01 Uhr
Marianna Will bereitet einen Hefeteig zu, sticht kreisrunde Teigstücke aus, die sie dann kunstvoll zu Taschen formt und füllt. Die mit Eigelb bestrichenen Piroggen erhalten im Ofen eine goldgelbe Farbe. Das Ergebnis: köstlich!
Marianna Will bereitet einen Hefeteig zu, sticht kreisrunde Teigstücke aus, die sie dann kunstvoll zu Taschen formt und füllt. Die mit Eigelb bestrichenen Piroggen erhalten im Ofen eine goldgelbe Farbe. Das Ergebnis: köstlich! Foto: Oliver Hengst

Hauptsache: sie sind lecker. Und das,was Marianna Will heute zubereitet, ist definitiv lecker. Geradezu köstlich. So sehr, dass sich das Blech, kaum dass es aus dem Ofen genommen ist, im Nu leert. Auf dem Tisch landet nur noch eine kleine Anzahl Piroggen. Was wohl beweist: sie taugen auch als Zwischenmahlzeit. „Ich bin damit aufgewachsen“, sagt sie junge Frau.

Das Kochvergnügen beginnt mit dem Kneten eines klassischen Hefeteiges (allerdings mit Schlagsahne als Zutat, statt Milch oder Wasser). Diesen rollt die Köchin mit kasachischen Wurzeln aus und sticht mit einem großen Glas runde Formen aus. Und dann kommt der kniffligste Teil: das kunstvolle Formen zu Taschen, in die die Füllung kommt. „Das habe ich von meiner Oma gelernt.“

In diese Taschen füllt Marianna Will Apfelstückchen, die sie mit Honig, Vanille und Zimt vermengt hat. „Das passt jetzt gerade sehr gut in die Jahreszeit.“ Eine zweite Variante füllt sie mit Datteln, dann fällt auch das Formen leichter. Denn diese Exemplare werden einfach aufgerollt, so dass sie einem Croissant ähneln. die Piroggen werden mit Eigelb bestrichen und im Ofen gebacken, bis sie eine goldgelbe Farbe haben. Das dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

Man kann die Piroggen auch mit herzhaften Zutaten füllen, Marianna Will schätzt zum Beispiel eine Variante mit Kartoffeln, Kürbis und Frischkäse.

Kochen hat für Marianne Will, die in Kasachstan geboren ist und mit sieben Jahren nach Deutschland kam, auch eine kulturelle Bedeutung. „Das ist auch ein wichtiges Kapitel meiner Identität, das ich gern an meine Kinder weiter gebe.“

Bei aller Wertschätzung für traditionelle Rezepte ist sie aber auch sehr offen für Neues. „Ich mische auch gerne, nehme die Einflüsse der kasachischen Küche auf und verbinde sie mit anderen Dingen.“

Was ihr bei aller Kreativität in der Küche besonders wichtig ist, ist der Grundsatz, saisonal zu kochen. Auf den Tisch kommt, was die Felder gerade hergeben. „Das ist auch eine Haltung, die ich damit weitergeben will“, sagt sie entschlossen.

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