Schüler Felix Froning stellt sein neues Buch vor
Über die Kontrolle eigener Träume

greven -

Felix Froning ist nicht nur Schülersprecher, Pate und engagiert im Sozialen Lernen. Er hat neben den Vorbereitungen auf das Abitur im kommenden Jahr auch noch einen Roman geschrieben.

Samstag, 21.12.2019, 16:23 Uhr aktualisiert: 23.12.2019, 15:20 Uhr
Schüler Felix Froning stellt sein neues Buch vor: Über die Kontrolle eigener Träume
Foto: Luca Pals

Eine Welt ganz ohne Emotionen. Weder Trauer, Wut noch Glück oder Zufriedenheit existieren. Das System unterdrückt jegliche Gefühle. Einer Mythe nach, sollen diese an einem geheimen Ort aufbewahrt werden. Zander heißt der junge Mann, der diesen hinterherjagt und das System stürzen will.

Die Geschichte kennen Sie noch nicht? Kein Wunder: Gab es auch noch nicht. Aus der Feder – oder um im Jahr 2019 zu bleiben: Getippt wurde die Geschichte vom 18-jährigen Felix Froning.

Schülersprecher, Pate, zukünftiger Abiturient – und nun Buchautor: Der Grevener hat viel vor. Mit seinem Roman „Prisma“ legt er nun vor.

„Ich wollte mich immer schon kreativ ausdrücken“, gibt Froning zu. Sei es in der Kunst, oder beim Schreiben: „Sich und seine Gedanken darstellen zu können – das ist etwas wunderbares“, sagt der Schüler, dessen Leistungskurse Sozialwissenschaften und Englisch sind.

Kein Deutsch? „Das ist tatsächlich auffällig“, gibt er zu. Aber der zweite Roman ist ja schon in Mache: Kurzgeschichten zum Ende der Welt – dann eben auf Englisch.

Aber eins nach dem anderen: Der Roman „Prisma“ erschien am vergangenen Sonntag und liegt unter anderem in der Bücherei von Cramer und Löw aus. Auf 368 Seiten erzählt der Schüler, der sich immer schon von Fantasy-Filmen und Büchern stark inspirieren ließ, von einer dystopischen Zukunft: „Eine moderne Fantasiewelt, in der Städte nur unter riesigen Kuppeln existieren.“ Zu viel verraten, will er natürlich nicht. Nur so viel: „Hinter dem ganzen steckt natürlich auch Systemkritik.“

Als Gegenspieler tritt eine systemtreue Figur auf, die Gefühle spüren kann: „Das gefällt ihm natürlich gar nicht. Am liebsten will er alle Gefühle für immer auslöschen.“

Schreiben – dass sei immer schon „eine Passion“ gewesen, so der 18-Jährige, die Idee eines Buches kam erstmals Anfang vergangenen Jahres auf. „Ich konnte meine eigene Welt ohne Grenzen erschaffen. Für mich war es die Kontrolle über die eigenen Träume.“ Zur Halbzeit – etwa im September 2018 – habe er einen ersten Entwurf vier Freunden aus der Schule gezeigt: „Wir haben an einigen Stellen geschliffen und gefeilt. Danach habe ich etwa die Hälfte wieder gestrichen. Es war immer wichtig, dass andere mir Tipps gegeben haben.“ Denn: „Am Ende soll es kein perfekter Roman sein. Natürlich konnte ich mir keinen professionellen Lektor leisten – es sind Gefühle, die ich darstellen wollte.“

Beim Schreiben sei der Anfang das Schwierigste gewesen. Und generell sei das Schreiben eines Buches „nicht etwas, was man neben bei macht.“ In den streng getakteten Klausurenphasen musste der Roman daher erstmal liegen bleiben – nun ist es aber so weit.

Fragt man Froning, der nach dem Abitur im Ausland reisen möchte, dann war`s das noch nicht: „Ich habe noch 1000 andere Ideen.“

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