Weihnachtskonzert des MGV Concordia Greven
Musikalische Köstlichkeit und feinster Gesang

Greven -

Das traditionelle Weihnachtskonzert des MGV Concordia Greven in der Marien-Kirche hielt am Sonntagnachmittag so manche musikalische Köstlichkeit für die vielen Liebhaber feinsten Gesangs bereit.

Montag, 23.12.2019, 23:12 Uhr aktualisiert: 24.12.2019, 05:03 Uhr
Winfried Kwiotek leitet beide Chöre und hatte ein stimmungsvolles Konzert zusammen gestellt.
Winfried Kwiotek leitet beide Chöre und hatte ein stimmungsvolles Konzert zusammen gestellt. Foto: Axel Engels

Für dieses besonders stimmungsvolle Konzert hatten sich die Sänger mit der befreundeten Chorgemeinschaft Hörstel zu einem bestens aufeinander abgestimmten großen Ensemble zusammengefunden. Mit dabei: die Sopranistin Edith Muche und der Organist sowie Pianist Christian Muche.

Zuerst einmal begann der Chor mit dem Friedensgruß „Shalom“, der natürlich bestens zum Chanukka-Fest an diesem Tage passte. Dann wurden die Besucher erst einmal von Edith und Christian Muche kunstvoll verwöhnt. Aus dem „Oratorium de Noel op. 12“ von Camille-Saens erklang mit ausdrucksstarker Stimme das „Exspectans“. Mit feinster Registrierung und kultivierter Spielweise konnte Christian Muche das allseits bekannte „Waches auf ruft uns die Stimme“ von Johann Sebastian Bach in ein lebendiges Gewand kleiden. Aus ihrem großen Repertoire an Marienliedern hatte Edith Muche das „Ave Maria“ von Giulio Caccini gewählt. Aber auch Weisen von John Rutter, Bob Chilcott und René Kollo waren bei Edith und Christian Muche bestens aufgehoben.

Auch „modernere“ Kompositionen schufen bei solch gefühlvoller Interpretation ein inniges Band zwischen den Solisten und dem Publikum. Als Klavierbegleiter ebenso versiert wie als Organist schuf Christian Muche den instrumentalen Grund, auf dem sich die Stimme von Edith Muche in all ihrer Strahlkraft entfalten konnte.

Wie viel Vorarbeit in solch einem unterhaltsam niveauvollen Programm steckt, kann man nur erahnen. Gelohnt hat sich dies für die Konzertbesucher auf jeden Fall. Wenn Weihnachts- und Adventslieder wie „Es ist ein Ros’ entsprungen“ von Micael Praetorius und „Maria durch ein Dornwald ging“ im Arrangement von Winfried Kwiotek den Kirchenraum erfüllten, spürte man ganz deutlich die Kraft und Anmut dieser traditionellen Weisen.

Aber auch für populäre Lieder war Raum in diesem ansprechenden Programm. „Halleluja“ von Leonard Cohen hatte Winfried Kwiotek arrangiert, konnte der große Chor dadurch sehr differenziert und einfühlsam agieren. Wenn die altrussische Klosterlegende von den 12 Räubern mit spürbarer Melancholie die Herzen bewegte , sich die „Weihnachtsglocken“ erklangen und die „Wünsche zur Weihnachtszeit“ zum Nachsinnen anregten, war dies wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk an die Besucher.

Da durfte am Ende das gemeinsam gesungene „Oh, du fröhliche“ als Ausdruck tiefer Verbundenheit nicht fehlen.

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