Parkdecks erhalten energiesparende und hellere LED-Beleuchtung
Weniger CO² – mehr Sicherheit

Greven -

Um CO² einzusparen werden die Parkhäuser am Bahnhof und an der Martinischule mit neuer LED-Technik ausgestattet. Die Stadt bekommt dafür entsprechende Fördermittel und muss „nur“ 20 Prozent der Kosten selbst tragen.

Donnerstag, 02.01.2020, 07:53 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 08:00 Uhr
Im Parkdeck am Bahnhof wird die vorhandene Beleuchtung 1:1 gegen energiesparende LED ausgetauscht.
Im Parkdeck am Bahnhof wird die vorhandene Beleuchtung 1:1 gegen energiesparende LED ausgetauscht. Foto: Oliver Hengst

Im Parkhaus an der Biederlackstraße, das im Jahr 2000 errichtet wurde, stehen 248 Stellplätze zur Verfügung. Dort wird die vorhandene Beleuchtung immer wieder mutwillig beschädigt, Ersatzteile sind nicht mehr zu bekommen – ein weiteres Argument für den Umstieg auf neue Lichttechnik. Die Beleuchtung kann 1:1 gegen energiesparende LED getauscht werden. Von den 55 000 Euro, die das kostet, bleiben 11 000 Euro bei der Stadt hängen.

Im Parkhaus an der Martinischule kommt noch eine umfangreiche Beton-Sanierung hinzu. In diesem Gebäude aus dem Jahr 1988 hat es nach Angaben der Stadt bislang noch keine „signifikanten, werterhaltenden Maßnahmen“ gegeben. „Das Parkdeck ist schon etwas in die Jahre gekommen, da haben wir etwas näher hingeschaut“, sagte Reinhild Heedemann vom städtischen Gebäudemanagement kürzlich in der Sitzung des Betriebsausschusses.

Bei Prüfungen sind Schäden an konstruktiven Betonteilen im Obergeschoss entdeckt worden, die eine Sanierung dringend erforderlich machen. Die Umrüstung auf LED-Technik kommt hinzu. Beides soll gemeinsam in Angriff genommen werden.

Andreas Wenzel, Geschäftsbereichsleiter des Gebäudemanagements, erläuterte, dass im Parkdeck an der Martinischule die Mastleuchten im Obergeschoss in Beton eingelassen seien. „Diese Verbindung stellt einen Schwachpunkt dar. Die Masten bewegen sich.“ So entstünden Risse im Beton. Daher wolle man die Mastleuchten entfernen und gegen LED austauschen. Auch aus ganz grundsätzlichen Erwägungen: „Es hat sich herausgestellt, dass die Gesamtbeleuchtung einfach nicht mehr ausreicht“, sagte Wenzel. Im unteren Parkdeck seien 75 Lux gefordert, aktuell schaffe die Beleuchtung zehn Lux, und das auch nicht durchgehend. Im Eingangsbereich brauche man nach aktueller DIN-Norm gar 300 Lux. Daher empfahl er den kompletten Austausch und eine punktuelle Ergänzung der Technik (über den 1:1 Austausch hinausgehend). Die Kosten dafür: rund 270 000 Euro (davon 66 000 Euro Fördermittel). Für die Betonsanierung sind 500 000 Euro vorgesehen.

Aloys Wilpsbäumer, Chef der Technischen Betriebe Greven, ergänzte, dass einige Bereiche subjektiv und objektiv „tatsächlich heute nicht ausreichend ausgeleuchtet sind.“ Jemand, der sich unsicher fühle, könne das durchaus als „Angstraum“ wahrnehmen. Auch daher sei die vorgeschlagene Variante zu empfehlen.

Reinhild Heedemann erläuterte, dass die Beleuchtung bedarfsgerecht gesteuert werde. „Das Licht leuchtet also nicht immer überall zur gleichen Zeit. Wir werden auf jeden Fall CO-Einsparungen erwirken.“

Argumente, die die Politik letztlich überzeugten. Der Betriebsausschuss gab einstimmig grünes Licht.

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