OGS-Nachfrage steigt und steigt
Von einem Rekord zum nächsten

Greven -

Eine Überraschung ist es nicht, nach der Entwicklung der vergangenen Jahre. Aber wundern darf man sich schon mal kurz, wenn man die Zahl hört: 857 Kinder besuchen aktuell die Offene Ganztagsschule an einer der Grevener Grundschulen. Ein neuer Rekord und im Vergleich zum Vorjahr noch mal ein sattes Plus von 72 Kindern.

Freitag, 03.01.2020, 09:26 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 09:30 Uhr
In der OGS findet pädagogische Betreuung statt.
In der OGS findet pädagogische Betreuung statt. Foto: Mareike Meiring

Hinzu kommen rund 100 Kinder, die aktuell in einem der alternativen Modelle betreut werden (sh. unten).

Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die seit Jahren nur eine Richtung kennt: nach oben. Im Vergleich zum Jahr 2005 hat sich die Zahl der OGS-Kinder mehr als vervierfacht. Seinerzeit besuchten 210 Kinder die offene Ganztagsschule. Fortan reagierte die Stadt als Schulträger mit äußerst intensiver Bautätigkeit auf die immer weiter steigende Nachfrage. Zum einen wurden immer größere Mensen benötigt, zum anderen Betreuungsräume. Inzwischen hat hier allerdings ein Umschwenken stattgefunden. Wurden früher zusätzlich zu den vorhanden Klassenräume noch OGS-Räume gebaut und eingerichtet, so setzt die Stadt inzwischen überwiegend auf das Tandem-Modell. Dabei werden Klassenräume morgens für den Unterricht und nachmittags (allerdings durch einen Ergänzungsraum erweitert) für die OGS genutzt. An der Martini-, der Marien- und der Erich-Kästner-Schule ist das Tandem-Modell bereits Alltag, an der Josef- und der Martin-Luther-Schule (noch) nicht. An den beiden letztgenannten Schulen sind nach Auskunft der Stadt Baumaßnahmen für 2020 geplant – welche genau, wird mit den Schulen abgestimmt.

Die Mariengrundschule hat gerade (zusammen mit der benachbarten Gesamtschule) eine neue Mensa in Betrieb nehmen können, an der Martinischule ist eine solche bereits gebaut, aber noch nicht in Betrieb. Dies soll bald erfolgen. Für die Kästner-Grundschule in Reckenfeld ist ein Mensa-Neubau bereits beschlossen.

Die drei großen Grevener Grundschulen, die jeweils für das Tandem-Modell ausgestattet sind, können so rund 400 Schulkinder aufnehmen, rund 300 davon können im Ganztag betreut werden – macht allein für diese drei Schulen ein rechnerisches Potenzial von 900 Plätzen.

Im laufenden Schuljahr musste kein Kind abgelehnt werden. An den Tandem-Schulen werden die Gruppen entsprechend der Nachfrage zusammengestellt. An der Josef- und der Luther-Schule gibt es OGS-Gruppen mit Obergrenzen. Hier musste im laufenden Schuljahr jeweils eine zusätzliche Gruppe eingerichtet werden.

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