„Lümi“ an der Luther-Grundschule
„Total dankbar, dass das möglich war“

Greven -

Zum Start im Jahr 2015/2016 waren es 24 Kinder, von Jahr zu Jahr stieg die Zahl der Plätze. Inzwischen ist die Übermittagsbetreuung „Lümi“ bei 39 Kindern angekommen. Die OGS-Alternative an der Luther-Grundschule wird gut angenommen.

Donnerstag, 02.01.2020, 15:30 Uhr
Sonja Stöcker
Sonja Stöcker Foto: Oliver Hengst

Warum? Weil sie für viele Eltern offenbar ein passgenaues Angebot ist. Eines, das mehr Flexibilität bietet als die OGS. „Es ist wichtig, dass es die OGS gibt, aber sie ist nicht das Allheilmittel“, sagt Sonja Stöcker aus dem Vorstand des Fördervereins „Martin-Luther-Grundschule + Christus-Kindergarten“. Lümi-Kinder können wahlweise direkt nach Schulschluss, um 12.30 Uhr oder flexibel zwischen 13.15 und 14 Uhr abgeholt werden. Für Sonja Stöcker und ihre Familie genau das richtige. An manchen Tagen braucht sie mehr Betreuungsstunden, an anderen weniger. Eine tägliche Betreuung bis 15 oder 16 Uhr (wie von der OGS angeboten) braucht sie nicht.

Der Förderverein ist Träger der Übermittag-Betreuung und damit auch Arbeitgeber der mittlerweile vier pädagogischen Angestellten. „Von Jahr zu Jahr ist der Bedarf gestiegen“, sagt Sonja Stöcker. Pro zehn Kinder rechne man etwa mit einer Fachkraft, somit musste in diesem Schuljahr erneut eine Kraft eingestellt werden.

„Die Arbeit mit den Kindern orientiert sich an den Bedürfnissen.“ Bei manchen stehe eher Ausruhen (oder Action) im Vordergrund, andere erledigten schon die Hausaufgaben – und jeden Tag kann es anders sein. Auch hier ist Flexibilität trumpf. „Ich bin total dankbar, dass das für unser Kind möglich war“, sagt die junge Mutter. Was auch erklärt, warum sie sich im Förderverein engagiert und so mithilft, das Lümi-Angebot aufrecht zu erhalten und auszubauen. Weil die Anmelde-Zahlen dokumentieren, dass es auch anderen so geht wie ihr: „Ich zum Bespiel arbeite 30 Stunden in der Woche. Warum soll ich mein Kind dann 40 Stunden betreuen lassen?“

Von der Stadt erhofft sie sich eine differenziertere Abfrage des Bedarfs, als sie derzeit erfolgt. Es werde nur gefragt: OGS oder nicht? Lümi zeige, dass es auch Bedarf für andere Modelle gebe.

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