Benefizkonzert von und mit Roher Meads
Vielfalt für die gute Sache

Reckenfeld -

Seit 36 Jahren sind die Neujahrskonzerte von Roger Meads und seinen musikalischen Wegbegleitern in der St. Franziskuskirche in Reckenfeld ein lieb gewonnener Start in das Neue Jahr. Ganz viele Spenden für unterschiedlichste Projekte sind in dieser Zeit einem guten Zweck zugeflossen.

Donnerstag, 02.01.2020, 15:32 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 16:02 Uhr
Roger Meads
Roger Meads Foto: Axel Engels

Diesmal wurde die „Lebenshilfe Münster“ unterstützt, die mit ihrem Wohnhaus Edelbach für Menschen mit Behinderung ganz wichtige Arbeit leistet. Die Resonanz auf dieses Benefizkonzert war beachtlich, freie Plätze waren an diesem späten Nachmittag Mangelware.

Auch diesmal hatte Roger Meads ein ganz facettenreiches Programm zusammengestellt, bei dem wohl jeder Besucher sein ganz persönliches „Lieblingslied“ finden konnte. Die bekannten „Big Ben Glocken“ eröffneten den Reigen bunter Melodien. Diese Hommage an seine britische Heimat mit dem Geburtsort Hambledon darf einfach bei einem Konzert unter der Federführung von Roger Meads nicht fehlen.

Da passten auch die „Pipes and Drums British Legion“ mit ihren traditionellen Weisen bestens dazu, die wie in den Vorjahren zuvor das Konzert um eine typisch britische Farbe bereicherten. Mit einer Fanfare zogen dann der Waldhornist Jens Kötter und Roger Meads an der Barocktrompete ein, eröffneten zum Vergnügen des Publikums festlich den Reigen wunderbarer Melodien.

Nachdem auch das Quartett der „Unknown Bluesnotes“ sich am Altarraum versammelt hatte, ging es mit dem amerikanischen Weihnachtlied „Little drummer boy“ festlich weiter. Zum zweiten Mal war der 1984 gegründete „Kiepenkerlchor Nordwalde“ dabei, der unter seinem Leiter Michael Jahn mit Liedern wie „De Antwort mien Frönd“ nach Bob Dylan und „Dat aolle Gasthues bi us inne Buerschupp“ für spritzige Unterhaltung sorgte. Dieser Chor wurde als Botschafter der plattdeutschen Sprache mit dem Brauchtumspreis des Kreises Steinfurt ausgezeichnet, konnte mit seiner lebendigen und gefühlvollen Art die Sympathien des Publikums sofort gewinnen.

Neujahreskonzert von und mit Roger Meads

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Musik liegt bei Roger Meads quasi in der Familie, das merkte man sofort bei dem Posaunenquartett „Unknown Bluesnotes“, in dem sein Sohn Simon spielt. „Londonderry Air“ und besonders „Humbledon“, das schon auf dem Heimatfest im Geburtsort von Roger Meads gespielt wurde, erklangen in wohl differenziertem Klangausgleich, konnten die warm timbrierten Posaunen ihren Klang exquisit in der St. Franziskuskirche entfalten. Aber auch romantische Weisen wie die „Etüde für tiefes Blech“ von Anton Bruckner waren bei den vier Musikern bestens aufgehoben.

Typisch für die Neujahrskonzerte von Roger Meads ist, dass sich auch der musikalische „Nachwuchs“ präsentieren kann. Diesmal waren es die Querflötistinnen Katharina Dillmann sowie Maja Kriegs, die vom „Winter Wonderland“ bis zum „Song of Joy“ ihre Qualitäten zeigen konnten.

Für innige und nachdenkliche Momente sorgte der Liedermacher Christian Lötters, dessen filigranes Gitarrenspiel den passenden Grund lieferte, auf dem sich seine Stimme bestens entfalten konnte. Bei anspruchsvollen Liedern wie „Demut“ und „Für einen Freund“ hatte er tiefe Gefühle in ein passendes musikalisches Gewand gekleidet.

Als „Überraschungsgast“ hatte Roger Meads den als „Schneider von Greven“ bestens bekannten Jol Jamal Haji gewinnen können. Zusammen mit Mitgliedern seiner Familie nahm er an der Saz das Publikum mit auf eine Reise ins ferne Kurdistan, in dem die Menschen von Krieg und Terror bedroht werden. Er sang vom „Frieden“, der sich für die Menschen in seiner Heimat doch so fern scheint. Bei der poetischen Liebeserklärung an seine Heimatstadt „Afrin meine Süße“ klatsche das Publikum begeistert mit, zeigte sich der alle Menschen verbindende Charakter der Musik.

Hoffentlich bleiben die Neujahrskonzerte mit Roger Meads und seinen Freunden noch lange erhalten, solch ein Kleinod im Dienste der guten Sache gibt es wohl kein zweites Mal.

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