Neues Stück der plattdeutschen Theatergruppe der KLJB
Heilloses Chaos auf dem Hühnerhof

Greven -

Fünf neue Gesichter sind in dieser Saison zur plattdeutschen Theatergruppe der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) hinzugestoßen. Unsere Mitarbeiterin Stefanie Behring hat mit den fünf Schauspielern gesprochen.

Freitag, 03.01.2020, 19:28 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 16:02 Uhr
Die fünf Neuzugänge der plattdeutschen Theatergruppe in ihrem Bühnenoutfit (von links): Jannis Hohenhorst, Malin Arenskötter, Lena Richter, Martina Schürmann und Dominic Hovemann.
Die fünf Neuzugänge der plattdeutschen Theatergruppe in ihrem Bühnenoutfit (von links): Jannis Hohenhorst, Malin Arenskötter, Lena Richter, Martina Schürmann und Dominic Hovemann. Foto: Stefanie Behring

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, plattdeutsches Theater zu spielen?

Malin: Ich zum Beispiel habe zuvor hinter der Bühne die Schauspieler geschminkt und so schon einiges von der Bühne mitbekommen. Da dann in diesem Jahr einige ausgestiegen sind, wurde ich gefragt, ob ich nicht mitmachen möchte.

Jannis: So war es glaube ich bei uns allen. Ich habe im letztem Jahr bei der Technik ausgeholfen, Dominic hat beispielsweise beim Zapfen unterstützt und so kamen die anderen dann darauf, uns zu fragen, ob wir nicht auch mitmachen möchten.

Habt ihr denn schon Erfahrung mit der plattdeutschen Sprache?

Dominic: Zuhause habe ich immer viel plattdeutsch von älteren Verwandten mitbekommen. So konnte ich es zumindest schon verstehen und einige bekannte Wörter auch sprechen.

Martina: Vieles lässt sich auch aus der deutschen Sprache ableiten. Zu den Proben kommen auch ab und an ehemalige erfahrene Schauspieler, die uns bei der richtigen Aussprache der Wörter helfen.

Welches Stück präsentiert ihr?

Lena: Unser Stück heißt „Drei Weiber und ein Gockel“ und spielt auf einem Hühnerhof. Dort lebt Tante Frieda mit ihren zwei Nichten und dem Knecht. Männer sind hier streng verboten, aber durch verschiedene Zufälle entwickeln die Frauen nach und nach Männerbekanntschaften.

Jannis: Das passt Tante Frieda dann natürlich gar nicht und es entsteht ein heilloses Chaos. Dadurch kommt es dann zu vielen lustigen Situationen und auch zu einigen Überraschungen.

Und welche Rollen spielt ihr?

Malin: Ich bin die Souffleuse, helfe also bei kleinen Textproblemen.

Lena: Mein Name ist auch im Stück „Lena“ und ich bin eine Nichte von Tante Frieda und verhalte mich eher abweisend gegenüber Männern. Mit der Zeit entwickelt sich aber doch was und ich weiß immer genau, was ich will.

Dominic: Ich bin ein fremder Gast und verliebe mich bei meiner Ankunft sofort. Mit meiner selbstbewussten Art versuche ich, die Frau zu überzeugen.

Jannis: Auch ich strande zufällig auf dem Hof aufgrund einer Autopanne. Meine Rolle ist eher manipulativ, da ich immer auf meinen eigenen Vorteil aus bin.

Martina: Ich werde „Hühnertoni“ genannt und spiele die Tochter des Viehhändlers. Ich bin sehr zurückhaltend und stelle mich in vielen Situationen absichtlich dumm an.

Worauf können sich die Zuschauer also freuen?

Martina: Auf ganz viele lustige Situationen, die bestimmt für viele Lachanfälle sorgen werden. Es bleibt außerdem bis zum Ende spannend, wie die Geschichte ausgeht.

Und worauf freut ihr euch?

Lena: Darauf, endlich zu zeigen, was wir die letzten Wochen geprobt haben und unser Stück zu präsentieren.

Malin: Gespannt bin ich auch auf die Reaktionen der Zuschauer, ob sie genau so lachen, wie wir bei den Proben.

Seid ihr denn schon aufgeregt?

Dominic: Ich glaube, das kommt erst kurz vorher, wenn man die Leute im Publikum sieht. Im Moment bin ich eher noch gespannt.

Wie oft probt ihr?

Jannis: Seit Anfang Oktober treffen wir uns regelmäßig – zuerst einmal die Woche, dann zweimal und zuletzt dreimal. Seit Weihnachten sind wir jeden Tag auf der Bühne.

Lena: Am Anfang mussten wir uns ja auch erstmal das Stück aussuchen und die Rollen verteilen. Dann musste die Bühne noch hergerichtet werden und Kostüme brauchen wir ja auch noch.

Martina: Es ist also schon echt viel Zeit, die wir hier investieren. Aber es macht total Spaß und der Applaus entschädigt für den Aufwand zuvor.

Wann spielt ihr?

Malin: Die Premiere ist am Sonntag, 12. Januar, um 14.30 Uhr. Außerdem spielen wir am darauffolgenden Wochenende Freitag- und Samstagabend sowie Sonntagnachmittag. Die letzte Vorstellung ist dann am Samstag, 25. Januar, um 19.30 Uhr.

Dominic: Wir spielen immer im Alten Gasthaus Lanvers in Hembergen. Die erste und letzte Vorstellung ist aber schon ausverkauft. Plätze für die anderen Termine können noch bei Familie Wermelt reserviert werden unter ' 0178 / 9182521.

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