Caritas-Wohnheim für Menschen mit Behinderung
Startschuss für den Innenausbau

Reckenfeld -

Das neue Caritas-Wohnheim in der Reckenfelder Ortsmitte nimmt Formen an. Die äußere Hülle steht – nun geht es an den Innenausbau. „Der Rohbau hat super funktioniert“, sagt Doris Abeler, die im Caritas-Vorstand den Bereich Verwaltung und Finanzen verantwortet. „Der Klinker ist auch fast fertig.“

Freitag, 10.01.2020, 11:11 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 12:01 Uhr
Im Hintergrund ist das dreigeschossige Wohnhaus zu sehen, der eingeschossige Bau vorne wird für Gemeinschaftsangebote genutzt.
Im Hintergrund ist das dreigeschossige Wohnhaus zu sehen, der eingeschossige Bau vorne wird für Gemeinschaftsangebote genutzt. Foto: Oliver Hengst

„In der nächsten Woche beginnen die Elektriker mit der Arbeit.“ Das sei zugleich der Startschuss für den Innenausbau. Dieser, das kennt jeder, der selbst schon mal gebaut hat, nimmt naturgemäß den größten Teil der Bauzeit in Anspruch. Ist ein Rohbau meistens relativ rasch hochgezogen, dauert der Innenausbau in der Regel deutlich länger.

Der Einzugstermin für die ersten Bewohner ist noch nicht exakt terminiert. „Wir hoffen auf Ende des Jahres“, sagt Doris Abeler. Aber naturgemäß hängt der Baufortschritt auch davon ab, wie winterlich das Wetter der nächsten Monate wird. Und auch die Schwierigkeit, Handwerker für den Innenausbau zu finden, bekommt der Caritasverband zu spüren. Zumal besondere Kompetenzen gefordert sind, weil unter anderem behindertengerechte Technik eingebaut werden muss.

Das Gebäude bietet Platz für 24 Menschen mit Behinderung, die dort intensiv betreuet werden. Die meisten von ihnen wohnen aktuell im Haus Tobias in Greven und im Grotthoff-Dahlmann-Stift in Emsdetten. „Es wird eine Entzerrung geben“, erläutert Doris Abeler. Anlass seien auch neue, gesetzliche Vorgaben. Aus den bisherigen Doppelzimmern in den beiden Einrichtungen mache man künftig verstärkt Einzelzimmer, die sinkende Kapazität in den genannten Häusern fange die Caritas auch dadurch auf, dass man in Reckenfeld neu baue.

Noch hat das dortige Wohnheim keinen Namen. Ein Umstand, der sich noch ändern soll. Ein internes Verfahren zur Namensgebung ist laut Doris Abeler jedoch noch nicht auf den Weg gebracht. Dies werde zu gegebener Gelegenheit in Angriff genommen.

Nach den Plänen des Grevener Architekturbüros Schlüter entstehen in dem Komplex an der Steinfurter Straße 24 Wohnungen als Einzelapartments. Die Wohn- und Nutzfläche des Ensembles liegt bei insgesamt 1300 Quadratmetern. Neben einem dreigeschossigen Wohnhaus entsteht auch ein eingeschossiger Bau, in dem tagesstrukturierenden Maßnahmen für jene Bewohner stattfinden sollen, die nicht regelmäßig in Werkstätten arbeiten können.

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