CDU präsentiert 31-Jährigen Dietrich Aden als Bürgermeister-Kandidaten
„Das war zu tief gestapelt“

GrevEn -

31 Jahre alt. Jurist. Und noch Referent beim Coesfelder Landrat. Aber Dietrich Aden will mehr – der Kandidat der CDU für den Bürgermeisterstuhl.

Donnerstag, 09.01.2020, 19:22 Uhr
Dietrich Aden (2.v.l.), noch persönlicher Referent des Landrats des Kreises Coesfeld, will Bürgermeister in Greven werden. Im Bild mit (v.l.) Alfons Schulze Jochmaring, Jürgen Diesfeld und Eike Brinkhaus.
Dietrich Aden (2.v.l.), noch persönlicher Referent des Landrats des Kreises Coesfeld, will Bürgermeister in Greven werden. Im Bild mit (v.l.) Alfons Schulze Jochmaring, Jürgen Diesfeld und Eike Brinkhaus. Foto: Günter Benning

Die Gerüchteköche Grevens dichteten der CDU am Mittwochabend noch eine heimische Bürgermeister-Kandidatin an. Da trafen sich gerade die Ortsvereinsvorstände der Partei in gemütlicher Auswahlrunde. Zusammen mit dem echten Kandidaten: Dietrich Aden, 31, Jurist aus Münster.

Der persönliche Referent des CDU-Landrats Christian Schulze Pellengahr im Kreis Coesfeld und Vorsitzende der münsterischen Jungen Union ist seit Wochen ein Geheimtipp. „Jung, dynamisch, politikerfahren“, hatte Stadtverbandschef Alfons Schulze Jochmaring über ihn orakelt. Im „Täglich“ präsentierten er, Grevens Ortsvereinsvorsitzender Eike Brinkhaus und Fraktionschef Jürgen Diesfeld den Polit-Import aus der Nachbarstadt.

Aden präsentierte sich landestypisch. Als leidenschaftlicher Radfahrer und Pendler, ohne Auto und mit Sinn für das Generalthema der Gegenwart: Nachhaltigkeit.

Nach seinem ersten negativen Eindruck von Greven gefragt, fiel ihm spontan die Fahrradstation am Bahnhof ein. Die gehöre verändert – wie die gesamte Fahrradinfrastruktur der Stadt.

Ansonsten hatte der gebürtige Essener an der Emsstadt nichts auszusetzen. Er habe sich schon gründlich umgesehen. Die Mischung aus Urbanität und dörflichem Charme in den Ortsteilen gefalle ihm.

Und zwei Apartments hat er auch bereits in Augenschein genommen. „Ich habe zwar eine schöne Wohnung im Erphoviertel“, sagt er, „aber als Kandidat für das Bürgermeisteramt werde ich in Greven wohnen.“

An Themen für den Wahlkampf hat der neue Kandidat keinen Mangel. „Greven als digitale Stadt“ sei ihm wichtig, die Stadt solle zum Vorreiter im Bereich Smart City werden. Weitere Stichworte: Bezahlbarer Wohnraum, Attraktivität für Familien, Förderung von Vereinen und Ehrenamt. Die Stadt, da kommt das Konservative durch, müsse „für alle, die hier wohnen und zu uns ziehen eine Heimat sein“.

Drei mögliche Kandidaten habe die Findungskommission der CDU angesprochen, erklärte Ratsherr Eike Brinkhaus. Dietrich Aden sei von allen Ortsverbänden einheitlich unterstützt worden. Wichtig für den Grevener Ratsherrn: Die politische Erfahrung des JU-Vorsitzenden, der übrigens diesen Posten wegen seiner Bürgermeister-Kandidatur in diesem Jahr zur Verfügung stellen will. Zur eher bescheidenen Selbstdarstellung Adens meinte Brinkhaus: „Das war zu tief gestapelt – er ist schon sehr vernetzt in der Politik.“

Die nächsten Wochen sind Wahlkampfzeit. In Bürger- und Werkstattgesprächen will Aden die Grevener kennenlernen: „Dann wird das Wahlprogramm erarbeitet.“

Die Vita

► 1988 in Essen geboren, ledig

► Jura-Studium. Referendariat u.a. beim Kreis Warendorf

►Seit 2017 Referent von Landrat Schulze Pellengahr (Kreis Coesfeld), stellvertretender Abteilungsleiter und Pressesprecher. Aufgaben: Kommunalaufsicht, Beschwerdemanagement

► Nebenamtlich Dozent für kommunales Verfassungsrecht im Studieninstitut Westfalen-Lippe

► Sachkundiger Bürger im Personalausschuss der Stadt Münster

► Seit 2015 JU-Vorsitzender Münster, Mitglied im Deutschlandrat der JU und im Landesvorstand NRW

► Interessen: Klavierspielen, Fahrradfahren, Fußball, Reisen

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