Premiere des plattdeutschen Theaterstücks „Drei Weiber und ein Gockel“.
Wer schläft hier mit wem?

Greven -

„Drei Weiber und ein Gockel“ – die Premiere ,der Theatergruppe der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) am Sonntagnachmittag im alten Gasthaus Lanvers-Gier in Emsdetten-Hembergen endete mit brausendem Applaus.

Dienstag, 14.01.2020, 06:28 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 06:30 Uhr
Premiere des plattdeutschen Theaterstücks „Drei Weiber und ein Gockel“.: Wer schläft hier mit wem?
Foto: Stefanie Behring

Tolle schauspielerische Leistungen – die zehnköpfige Gruppe hat geschafft, den großen Saal bis auf den letzten Platz zu füllen und jeder einzelne Besucher ging mit einem anschließenden Lachmuskelkater nach Hause.

„Oh Elend, oh Not“, sagt Tante Frieda (Rebecca Drees) nicht selten, wenn sie an ihre beiden Nichten Lena (Lena Richter) und Irma (Vivien Stegemann) denkt.

Die beiden Jungbäuerinnen halten nämlich so gar nichts von Männern. „Wenn ich mal Lust auf Erotik habe, gehe ich einfach in den Stall und gucke den Kaninchen zu“, berichtet beispielsweise Irma.

„Wie soll das bloß weiter gehen?“, fragt sich Frieda. Ein ähnliches Problem hat auch Viehhändler Kuno (Lukas Eiligmann). Dieser nimmt seine Tochter Anni (Martina Schürmann) mit auf seine Tour, da er sie endlich los werden möchte.

„Vielleicht findet sich ja noch ein Trottel, der sie nimmt“, lautet Kunos letzte Hoffnung. Denn die 34-jährige ledige Jungfrau scheint zu nichts zu gebrauchen zu sein. Doch plötzlich wirft Anni einen Blick auf Anton (Lukas Bisping), den Knecht auf dem Hühnerhof. Das passt Kuno allerdings so gar nicht.

Kurzerhand verbietet Viehhändler Kuno seiner Tochter den Kontakt zu Anton. Als sie aber plötzlich mit einem Mann davonläuft, kann er sie nicht aufhalten und sucht bei Friedas Nachbarin Gunda (Jule Rottmann) Rat. Die wittert ihre Chance, schließlich muss sie sich noch für ihren toten Hahn rächen, den Kuno vor Kurzem auf ihrem Hof überfahren hat. Sie entwickelt einen teuflischen Plan für den „Gockelmörder“.

Während dieser Plan zunächst noch auf seine Umsetzung wartet, gibt es unangekündigten Besuch auf dem Hühnerhof. Bei einem schweren Gewitter strandet Ingo (Dominic Hovemann) auf dem Hof. Dort trifft er auf Irma und verliebt sich sofort in sie. Diese will natürlich nichts von dem Mann wissen bis er ihr zeigt, wie schön das Küssen ist.

Ähnlich geht es Irmas Schwester Lena. Sie trifft auf den ebenfalls gestrandeten Tom (Jannis Hohenhorst) und entdeckt plötzlich unbekannte Gefühle in sich. Beide Schwestern haben die gleiche Idee: Sie verkleiden ihren neuen Schwarm als Frau, damit die Gäste auf dem Hof übernachten können ohne, dass Tante Frieda Verdacht schöpft.

Entgegen aller Hoffnungen kommt Frieda die ganze Situation allerdings merkwürdig vor und sie teilt ein, wer wo zu schlafen hat und schiebt zusätzlich Wache in der Wohnstube. Als sie dort allerdings etwas mitbekommt von den kuriosen Geschichten auf ihrem Hof ist sie der festen Überzeugung, dass sie durchgedreht ist.

Daran kann auch Nachbarin Gunda nichts ändern, die kurzen Prozess mit vermeidlichen Kannibalen und Einbrechern macht. Als am Ende jedoch klar wird, dass niemand durchgedreht ist und alle Verliebten ihren Partner präsentieren können, konnte sich wohl auch der letzte Zuschauer nicht mehr auf seinem Stuhl halten.

Die neun Schauspieler wurden bei Proben und kleineren Texthängern stets unterstützt durch die „Retterin in der Not“ Malin Arenskötter.

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