Maßnahme gegen Eichenprozessionsspinner
Viele Nistkästen für Meisen

Greven -

Im Wöstenpark wurden jetzt Nistkästen für Meisen und andere Vögel aufgehängt. Die Vögel sollen im Frühjahr die Raupen des Eichenprozessionsspinners verputzen.

Donnerstag, 16.01.2020, 13:41 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 13:50 Uhr
Tischlermeister Laurenz Pieper (auf der Leiter), sowie Thomas Buschkamp und Andres Kintrup, beide TBG, hoffen, dass die Meisen die Nistkästen auch annehmen.
Tischlermeister Laurenz Pieper (auf der Leiter), sowie Thomas Buschkamp und André Kintrup, beide TBG, hoffen, dass die Meisen die Nistkästen auch annehmen. Foto: Peter Beckmann

Wie die schmecken? Das hat vermutlich noch kein Mensch wirklich ausprobiert. Meisen jedenfalls stehen drauf – bis einschließlich des zweiten Stadiums. Kleiber und Rabenkrähen fressen sie sogar auch noch später. Sie alle tun den Menschen damit jedenfalls einen großen Gefallen. Denn die werden von den Eichenprozessionsspinnern, um die es hier geht, ganz schön gepiesackt. Und deswergen werden derzeit immer mehr Meisenkästen an Bäumen aufgehängt.

Laurenz Pieper, seines Zeichens Tischlermeister, hat sich viele Gedanken zu dem Thema gemacht und die dann auch in die Tat umgesetzt. Er stellte rund 450 Bausätze für Nistkästen her, die von einem Sponsor bezahlt wurden und die die Grevener demnächst an einem oder mehreren Stellen kostenlos abholen können (wir werden berichten).

Das Material für die Kästen, die im Wöstenpark und auf dem Spielplatz Schoppenkamp aufgehängt wurden, ist unter anderem durch Spenden, die auf dem Martinusmarkt und von Greven Marketing gesammelt wurden, finanziert. Gebaut wurden die Kästen in der fraktionsübergreifenden Bauaktion in der Werkstatt Pieper. Die nächste Bauaktion findet dort am 25. Januar von 10 bis 16 Uhr statt.

Wer die Nistkästen aufhängt, sollte einiges berücksichtigen. „Die Kästen sollten in drei bis vier Metern Höhe mit Süd-Ost-Ausrichtung aufgehängt werden“, erklärt Pieper. Wichtig sei dabei, dass dabei Alu-Nägel benutzt werden. „Eisennägel rosten und verfärben das Holz.“

Natürlich kann jedermann die Kästen in seinem Garten aufhängen. „Wer sie in städtischen Bäumen aufhängen möchte, sollte sich aber vorher bei uns formlos melden“, erklärt André Kintrup, Leiter des Geschäftsbereichs Verkehr und Grün beim TBG, kurz „Tiefbauamt“. Einzige Voraussetzung sei, dass der Aufhänger sich verpflichte, die Nistkästen im Winter zu reinigen.

Da kann man den Meisen nur guten Appetit wünschen.

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