Flaschenwerfer kommt vor Gericht
Zweijähriges Mädchen schwer verletzt: Gefahr aus dem Partyzug

Greven/Kamen -

Nach einem Flaschenwurf aus einem Partyzug am Bahnhof in Kamen wurde ein zweijähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt. Jetzt wird Anklage gegen den Flaschenwerfer erhoben.

Montag, 20.01.2020, 10:24 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 18:32 Uhr
Polizeibeamte durchforsteten den Partyzug, der aus Köln gekommen war und für mehrere Stunden am Grevener Bahnhof Zwangspause machen musste.
Polizeibeamte durchforsteten den Partyzug, der aus Köln gekommen war und für mehrere Stunden am Grevener Bahnhof Zwangspause machen musste. Foto: Günter Benning

Zweieinhalb Monate nach dem Flaschenwurf aus einem Partyzug, durch den ein Kleinkind in Kamen lebensgefährlich verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Die Ermittlungsbehörde wirft einem 32-jährigen Mann aus Moers fahrlässige Körperverletzung vor, wie Staatsanwalt Henner Kruse am Montag in Dortmund sagte.

Bei einer Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung sehe das Gesetz eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft vor. Wann der Prozess am Amtsgericht Kamen beginnt, steht laut Staatsanwaltschaft noch nicht fest.

Ferienzug wird von der Polizei inspiziert

1/12
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning

Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, flog die schwere Glasflasche Anfang November im Bahnhof zunächst gegen eine Betonwand, dann wurde das zweijährige Mädchen am Kopf getroffen. Sein Vater war gerade mit dem Kleinkind auf dem Arm die Bahnhofstreppe im westfälischen Kamen hinaufgekommen.

Das Mädchen musste operiert werden und war danach außer Lebensgefahr. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dortmund erlitt das Kleinkind eine Fraktur und eine Gehirnerschütterung.

Der Müller-Partyzug befand sich auf seiner Routinefahrt von Köln nach Norderney. Etwa 500 Fahrgäste waren an Bord, als der Zug in Greven von einem großen Polizeiaufgebot gestoppt wurde.

Danach hatte der Zug mehrere Stunden lang auf Gleis 3 im Grevener Bahnhof gestanden, während Beamte der Bahnpolizei und der benachbarten Wachen jeden einzelnen Fahrgast befragte. Erst danach gab der 32-Jährige aus Moers zu , er habe die Flasche aus dem Fenster geworfen.

Der „Zugunfall“ hatte für bundesweites Aufsehen gesorgt. Die Veranstalter von Müller-Reisen hatten erklärt, man verwende im Zug grundsätzlich keine Gläser, sondern nur Becher aus weichem Material. Allerdings könne man nie verhindern, dass Partygäste eigene Getränke mitnähmen.

Auf der Rückfahrt hatten einige der Reisenden im Zug für das durch den Flaschenwurf verletzte Kind gesammelt. Dabei kamen mehrere Tausend Euro zusammen, die den Eltern übergeben wurden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7206023?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker