Spendenziel erreicht: 65 000 Euro für Christuskirchen-Außensanierung
„Wir haben richtig was geschafft“

Greven -

65 000 Euro: Vier Monate früher als gedacht hat die evangelische Gemeinde ihr Spendenziel für die Außensanierung der Christuskirche erreicht.

Montag, 20.01.2020, 18:10 Uhr aktualisiert: 23.01.2020, 09:26 Uhr
Beim Spenden sammeln geholfen haben viele. Diese hier haben alles koordiniert - und waren natürlich stolz.
Beim Spenden sammeln geholfen haben viele. Diese hier haben alles koordiniert - und waren natürlich stolz. Foto: Stefan Bamberg

Im Mai sollen erst die Gerüstbauer, dann die Maler anrücken. Da wünscht sich Ludger Wermeling noch mehr als sonst schönes Wetter für den Frühling. „Plus-Temperaturen und möglichst kein Regen“, erklärt der Architekt, „dann geht so ein Anstrich schnell voran.“ Aber keine Sorge, mit Schnelligkeit kennen sie sich hier schließlich aus.

65 000 Euro: Im Usain-Bolt-Tempo hat die evangelische Gemeinde ihr Spendenziel erreicht. Und vier Monate früher als gedacht die noch benötigte Hälfte für die insgesamt 130 000 Euro teure Außensanierung der Christuskirche gefundraised – oder heißt es fundgeraised? Ach egal, sagen wir einfach: mit eigenem Einsatz gesammelt.

Für ihr Gotteshaus, das von außen derzeit ein bisschen an Mick Jagger erinnert: sieht erst mal noch ganz fit aus – aber wenn man genauer hinschaut, wird’s bitter. Doch hinter der ergrauten Fassade, und das ist ja auch wie beim Mick und seinen Stones: jede Menge Rock’n’Roll. Mehr denn je sogar. „Unsere Spenden-Kampagne hat gezeigt, wie viele Menschen Kirche sind“, resümiert Pfarrer Jörn Witthinrich beim vorzeitigen Dankeschön-Gottesdienst am Sonntag.

„Unglaublich, wer alles mitgemacht hat.“ Konfis und Oldies. Handwerker und Künstler. Stammgäste und Neulinge. Und mit was für Einfällen: das eigene Wohnzimmer zum Café umfunktionieren. Einen Tag als Gärtner arbeiten. Ein Kochbuch von Männern, nicht nur für Männer. Selbst gebackene Kekse. Oder Irish Folk vor der Kanzel. Ach ja, die gute, alte Spendendose ging natürlich ebenfalls immer – und überall: Martinus-Pfarrer Klaus Lunemann und der neuapostolische Priester Daniel Hakenjos fehlen selbstredend auch beim Abschluss der Aktion nicht.

Bleibt noch das musikalische Geheimnis des großen Fundraising-Finales zu lüften: „Die Ärzte“ waren den Fans angekündigt worden. Und das war kein Etikettenschwindel – wenngleich diese beiden nicht zurück nach Westerland wollen: Statt Bela B. ein begeisternder Bariton – Dr. Stefan Erdmann singt. Und statt Farin Urlaub ein leidenschaftlicher Liedermacher – Dr. Christian Lötters spielt Gitarre. Auch die beiden Mediziner haben sich für die Christuskirche engagiert, mit Konzerten respektive einer eigenen CD.

Nie im Leben, staunen die Initiatoren unisono, hätten sie gedacht, dass so viele Leute so kreativ sein würden. Dass das alles so fix ginge – und dabei auch noch Spaß macht: „Wir haben zusammen richtig was geschafft.“

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