SPD wählt Christian Kriegeskotte zum Bürgermeisterkandidaten
92 Prozent stehen hinter ihm

Greven -

Dr. Christian Kriegeskotte heißt der Bürgermeisterkandidat der SPD. Er wurde am Donnerstag im Landhaus Rickermann von einer überwältigenden Mehrheit der Sozialdemokraten gewählt.

Freitag, 24.01.2020, 21:00 Uhr
Die SPD-Granden und ihr Bürgermeister-Kandidat (von links): Ulrich Zeranka, Theo Große Wöstmann, Peter Vennemeyer, Dr. Uwe Meyer, Dr. Christian Kriegeskotte, Stevens Gomes, Monika Erben und Jürgen Jaeschke.
Die SPD-Granden und ihr Bürgermeister-Kandidat (von links): Ulrich Zeranka, Theo Große Wöstmann, Peter Vennemeyer, Dr. Uwe Meyer, Dr. Christian Kriegeskotte, Stevens Gomes, Monika Erben und Jürgen Jaeschke. Foto: SPD

Der erste Gedanke: Wer waren denn wohl die beiden Nein-Sager? Die zweite Frage ganz praktisch: Wie geht das noch gleich mit der Prozentrechnung? Und dann die Erkenntnis: Ist doch ein beachtliches Ergebnis. Dr. Christian Kriegeskotte wurde am Donnerstagabend von 37 der insgesamt 40 anwesenden SPD-Mitglieder (2 Nein-Stimmen, eine Enthaltung) zum Bürgermeisterkandidaten gekürt.

Die Versammlung der Mitglieder der drei SPD-Ortsvereine am Donnerstagabend im Landhaus Rickermann in Reckenfeld verlief eher unspektakulär, um nicht zu sagen eher langweilig. Der Grund: Natürlich muss auch die SPD alle Abläufe peinlich genau nach den Worten des kommunalen Wahlgesetzes abwickeln. Wahl eines Versammlungsleiter, Wahl der Stimmenzähler und sogar zwei Vertreter die beeiden müssen, dass alles so abgelaufen ist, wie es später im Protokoll steht.

Und in Sachen Kandidaten war die Spannung ja auch raus. Denn es war längst durchgesickert, dass der Fraktionsvorsitzende der Grevener SPD, Dr. Christian Kriegeskotte, als alleiniger Kandidat anritt. Trotz allem: Auch er hielt natürlich eine Bewerbungsrede.

Und nach der Vorstellung seiner Person, sprach er gleich etwas an, was immer wieder aufs Trapez kommt: die Verwaltungserfahrung. „Mir ist es wichtig folgendes deutlich herausstellen: Ich habe zwar keine Verwaltungsausbildung, aber ich bin seit 18 Jahren als Angestellter des Landes NRW sowohl beruflich als auch politisch mit Verwaltungstätigkeit und Management beschäftigt.“ Die Verwaltung brauche zuallererst eine Person, die sie führe und Entscheidungsprozesse steuere und zum anderen sei es wichtig, gemeinsam mit der Politik und der Stadtgesellschaft die politischen Leitlinien festzulegen und Ideen zu prüfen und umzusetzen.

Und er sprach von Zielen, die er erreichen wolle: Bezahlbares und gutes Wohnen mit Hilfe einer städtischen Wohnbaugesellschaft, der Einsatz für attraktive Orte und Plätze so wie die Schaffung einer digitalen Infrastruktur, eine klimaschonende Mobilität, mehr Mitsprache und Bürgerbeteiligung und die Verhinderung von Ausgrenzung und Entsolidarisierung.

Nun: Das hat dann wohl die Sozialdemokraten überzeugt. Nach der Wahl ging Kriegeskotte auf den folgenden Wahlkampf ein. „Uns stehen acht spannende aber auch harte Monate bevor“, sagte er.

Die Bedingungen für die SPD seien einmal deutlich besser gewesen. „Aber wenn wir die richtigen Themen ansprechen und auch Lösungen anbieten, können wir die Wahl für die SPD und auch um das Bürgermeisteramt gewinnen.“

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