Politik muss über geänderten Entwurf für die Ortsmitte entscheiden
Wie ausgewogen ist die Mischung?

Reckenfeld -

Der Entwurf für die frühere SCR-Fläche wurde zwischenzeitlich geändert, auch um eine Baumreihe im Osten des Plangebietes erhalten zu können. Nicht allen passt das.

Samstag, 25.01.2020, 09:00 Uhr
So sieht der überarbeitete Entwurf aus: Geplant ist eine abnehmende Dichte der Bebauung von Westen nach Osten.
So sieht der überarbeitete Entwurf aus: Geplant ist eine abnehmende Dichte der Bebauung von Westen nach Osten. Foto: Büro „sophie und hans“ aus Berlin

Kommende Woche wird es ernst in Sachen Ortsmitte. In einer gemeinsamen Sitzung (Donnerstag, 17 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses) beschäftigen sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) und des Reckenfelder Bezirksausschusses mit dem Entwurf für die frühere SCR-Fläche. Was jetzt noch ein Entwurf ist, soll Grundlage eines verbindlichen Bebauungsplans werden.

Doch der Entwurf wurde zwischenzeitlich geändert, auch um eine Baumreihe im Osten des Plangebietes erhalten zu können. Nicht allen passt das. Aus sechs Häuserreihen wurden fünf. Das führt zu einer anderen Gewichtung der verschiedenen Gebäudetypen. An der Gesamtzahl der Wohneinheiten ändert sich nichts: 155 Wohnungen, Doppelhaushälften oder Einfamilienhäuser werden den künftigen Bewohnern ein neues Zuhause bieten.

Verändert haben sich aber die jeweiligen Anteile (sh. Infokasten): 17 Wohneinheiten weniger in Einfamilien- oder Doppelhäusern, dafür 17 mehr in Mehrfamilienhäusern. Die Frage, die seitdem viele am Thema interessierte Reckenfelder umtreibt: Ist das noch die gewünschte „ausgeglichene Mischung“ von Einfamilien-, Doppelhäusern und Geschosswohnungsbau?

Das modifizierte Bebauungskonzept ist die auffälligste Änderung, aber bei weitem nicht die einzige. Ein ursprünglich vorgesehener Dorfplatz in der südwestlichen Spitze des Gebietes (neben dem Schul-Altbau) entfällt, dafür ist dort nun ein Wohn- und Geschäftsgebäude vorgesehen. Auch beim Thema Verkehrsführung gab es Änderungen. Um das Ziel zu erreichen, die Geschwindigkeit abzusenken, je tiefer man ins Wohngebiet vordringt, ist direkt hinter den Zufahrten ins Wohngebiet eine Tempo-30-Zone eingeplant worden, weiter hinten sind dann Spielstraßen (Schritt-Tempo) vorgesehen.

Schon bei der Präsentation des geänderten Entwurfes Anfang Dezember wurde deutlich, dass es Diskussionsbedarf gibt. Bei der Sitzung am Donnerstag erwarten Beobachter eine durchaus hitzige Debatte.

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