Kreisdechant Dr. Jochen Reidegeld eingeführt
Licht als Zeichen der Hoffnung

Steinfurt/Greven -

Mit einem flammenden Appell, mit ihm Brücken zu bauen und Trennendes zu überwinden, hat Dr. Jochen Reidegeld am Sonntag sein Amt als Leitender Pfarrer der St.-Nikomedes-Gemeinde in Steinfurt angetreten. Im Verlauf einer mitreißenden Predigt, von ihm augenzwinkernd als „Grundsatzrede“ bezeichnet, ist es dem 51-jährigen Seelsorger auf Anhieb gelungen, die Menschen anzusprechen.

Montag, 27.01.2020, 15:36 Uhr
Dr. Jochen Reidegeld lud in seiner ersten Predigt in der Pfarrkirche von St. Nikomedes alle Christen in Steinfurt ein, mit ihm Brücken zu bauen und Trennendes zu überwinden.
Dr. Jochen Reidegeld lud in seiner ersten Predigt in der Pfarrkirche von St. Nikomedes alle Christen in Steinfurt ein, mit ihm Brücken zu bauen und Trennendes zu überwinden. Foto: Drunkenmölle

Er will die Institution in den Hintergrund, die Begegnung mit den Menschen in den Vordergrund stellen. Mit einem flammenden Appell, mit ihm Brücken zu bauen und Trennendes zu überwinden, hat der gebürtige Grevener Dr. Jochen Reidegeld am Sonntag sein Amt als Leitender Pfarrer der St.-Nikomedes-Gemeinde in Steinfurt angetreten. Im Verlauf einer mitreißenden Predigt, von ihm augenzwinkernd als „Grundsatzrede“ bezeichnet, ist es dem 51-jährigen Seelsorger auf Anhieb gelungen, die Menschen anzusprechen und, ausgehend von seiner christlichen Überzeugung, ein „Licht der Hoffnung“ zu zünden.

Amtseinführung Dr. Jochen Reidegeld in St. Nikomedes Steinfurt

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„Ich freue mich, dass es endlich losgeht“, erklärte Reidegeld zu Beginn des Gottesdienstes. Die Kirche war voll und das Interesse groß, den Nachfolger von Markus Dördelmann kennenzulernen. Mitbrüder, allen voran Weihbischof Dr. Christoph Hegge, fast 70 Messdiener und unzählige Fahnenträger begleiteten Reidegeld bei seinem feierlichen Einzug in das Gotteshaus, darunter auch eine Abordnung der jesidischen Gemeinde Münster.

Sogar Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt, Patron der Evangelischen Kirchengemeinde, war da, um, wie alle anderen auch, mit ihrer Anwesenheit die Bedeutung des kirchlichen Lebens in der Stadt zu untermauern.

Eine klare Absage erteilte Reidegeld in seiner Predigt allen populistischen Strömungen, die Menschen in die Irre zu leiten. Christsein, so Reidegeld, beginne nicht mit dem, „was wir sagen und tun, sondern in der Art und Weise, wie wir Menschen begegnen“.

Reidegeld räumte ein, dass es auch in der Kirche in vielen Dingen Fünf nach Zwölf, dass Vertrauen verloren gegangen sei, und dass Kirche oft falsch gehandelt habe. „Wir haben viel zu oft gemeint, wir müssten ganz viele Regeln schaffen, weil die Menschen sonst auf Abwege geraten.“ Eine Kirche, die sich aufs Podest stelle und den Menschen sage, wie sie zu leben hätten, habe keine Zukunft, plädierte Reidegeld dafür, gemeinsam nach der Wahrheit zu suchen und mehr Gleichberechtigung bei der Gestaltung des pastoralen Wegs (insbesondere auch für Frauen) zu schaffen.

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und Kreisdirektor Dr. Martin Sommer erklärten, dass auch die Türen der Stadt beziehungsweise des Kreises Steinfurt offen für eine Zusammenarbeit stehen. „Steinfurt ist nicht Münster. Hier kennt man sich“, war Bögel-Hoyer sicher, dass der neue Seelsorger schnell die Bürger in beiden Ortsteilen erreichen werde.

Leben und Kirche gestalten, dazu haben Reidegeld auch Superintendent André Ost und Pfarrer Holger Erdmann als Vertreter der drei evangelischen Kirchenkreise beziehungsweise der beiden evangelischen Steinfurter Gemeinden eingeladen. Die Herausforderungen der Zukunft seien gewaltig, erklärte Ost mit Blick auf die sinkende Zahl von Gemeindegliedern und rückläufige Finanzmittel. Der gemeinsame ökumenische Weg müsse fortgesetzt werden.

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