Bürgerverein legt eigenen Entwurf für die Ortsmitte vor / Sitzung am Donnerstag
Mehr für Reckenfelder Familien

Reckenfeld -

Der Reckenfelder Bürgerverein (ReBüVe) schaltet sich erneut in die Diskussion um die Bebauung des bisherigen SCR-Areals ein – und präsentiert einen eigenen Entwurf.

Dienstag, 28.01.2020, 23:30 Uhr aktualisiert: 29.01.2020, 05:03 Uhr
Der Re-BüVe-Vorschlag sieht deutlich mehr Reihen- und Einfamilienhäuser vor als der städtebauliche Entwurf, über den am Donnerstag eigentlich abgestimmt werden soll.
Der Re-BüVe-Vorschlag sieht deutlich mehr Reihen- und Einfamilienhäuser vor als der städtebauliche Entwurf, über den am Donnerstag eigentlich abgestimmt werden soll. Foto: ReBüVe

Der Verein sah sich zum Handeln veranlasst, da der städtebauliche Entwurf im Gegensatz zum ursprünglichen Siegerentwurf „in vielen Punkten nicht mehr den Zielen und Vorgaben des Architektenwettbewerbs“ entspreche. Es gebe „gravierende Änderungen“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins. Dies betreffe insbesondere den Gartenstadtcharakter, das ausgeglichene Verhältnis zwischen Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern, die Familienfreundlichkeit und die Berücksichtigung der gewachsenen Wohnstruktur.

Im geänderten Entwurf seien 17 Einfamilienhäuser (gestrichene Doppelhausreihe) und elf Reihenhäuser entfallen, dafür 43 zusätzliche Wohneinheiten durch ein zusätzliches Vollgeschoss und zwei weitere Mehrfamilienhäuser entstanden. Eine Bebauung, die der ReBüVe offensichtlich als nicht optimal einstuft.

Daher haben die Aktiven nun einen eigenen Entwurf präsentiert, nicht ohne Grund kurz vor der gemeinsamen öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) und des Bezirksausschusses Reckenfeld (Donnerstag, 17 Uhr, Rathaus).

Der ReBüVe-Entwurf sieht zum einen vor, die Mehrfamilienhausbebauung auf zwölf Mehrfamilienhäuser zu begrenzen, die maximal drei Etagen plus Dachgeschoss hoch sein sollen. Zudem sollten sechs der Mehrfamilienhäuser in zweiter Reihe durch Clusterhäuser ersetzt werden. So nennen die Planer die vorgesehenen Ensembles von jeweils drei eng beieinander stehenden Einfamilienhäusern. Die im Siegerentwurf vorgesehenen elf Reihenhäuser im Süden sollten laut ReBüVe-Vorschlag Bestand haben.

Unter dem Strich entstünden so 152 Wohneinheiten, der Entwurf des Büros „sophie&hans“ aus Berlin sah in beiden Varianten jeweils 155 Wohneinheiten vor. Nach eigenen Berechnungen kommt der Bürgerverein so auf ein Verhältnis Mehrfamilienhäusern zu Einfamilienhäusern von 1,4 zu 1.

Die Stoßrichtung des Vorschlages liegt auf der Hand. Der ReBüVe selbst schreibt, ihr Entwurf eröffne „mehr Möglichkeiten für junge Reckenfelder Familien“. Zudem biete er weitere Vorteile: ein ausgewogenes Verhältnis Einfamilien- zu Mehrfamilienhäusern, eine reduzierte Beschattung der Clusterhäuser hinter den Mehrfamilienhäusern und insgesamt mehr Wohnqualität.

Der RebüVe setzt darauf, dass die politischen Vertreter in der Sitzung am Donnerstag „im Interesse der Reckenfelder Ortsentwicklung“ auf den Vorschlag eingehen.

► Öffentliche Sitzung: Donnerstag, 17 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses.

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