Michael Koordt stellt die Zahlen vor:
Mehr Einsätze und massiver Anstieg bei Kleinbränden

Greven -

Deutlich mehr Einsätze – auch wegen einer Serie von Brandstiftungen. Die Feuerwehr hatte im vergangenen Jahr viel zu tun. Michael Koordt bilanziert.

Montag, 03.02.2020, 06:07 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 06:10 Uhr
Michael Koordt leitet die hauptamtliche Wache.
Michael Koordt leitet die hauptamtliche Wache. Foto: Jens Keblat

Deutlich mehr Einsätze, ein massiver Anstieg bei Kleinbränden, aber auch bei Rettungsdiensteinsätzen und überhaupt jede Menge Arbeit und neue Herausforderungen für Haupt- und vor allem Ehrenamt: Der Jahresbericht der freiwilligen Feuerwehr ist ein 60-Seiten-Papier, das Bände spricht.

Die Zahl der Feuerwehreinsätze ist von 327 in 2018 auf zuletzt 410 angestiegen. Demnach mussten die Wehrleute statistisch gesehen an jedem Tag des vergangenen Jahres mindestens einmal ausrücken. Die gute Nachricht: Während im gesamten Kreisgebiet in dieser Zeit vier Brandtote (Lengerich und Rheine) beklagt werden mussten, gab es in der Emsstadt keinen solchen Fall.

Durchaus aber hätten die Wehrleute insgesamt vier Tote bei Einsätzen „Person hinter verschlossener Tür“ verzeichnen müssen, ein weiterer Mensch starb an den Folgen eines Verkehrsunfalls im Stadtgebiet.

Die Zahl der Brandeinsätze stieg von 175 auf 191 an. Zwar sank die Zahl der wirklich ganz kleinen Kleinbrände von 156 auf nur noch 95, dafür aber stieg die Zahl der Kleinbrände, bei denen durchaus ein C-Rohr vorgenommen werden musste, von drei auf satte 70 an. Hier dürften vor allem die Fälle von Brandstiftung eine zentrale Rolle spielen, die Feuerwehr und Polizei seit einiger Zeit gleichermaßen plagen.

Die Zahl der Großbrände stieg von einem auf sieben an, wobei hier statistisch kein Trend zu erwarten ist.

Deutlich erhöht hat sich auf die Zahl der technischen Hilfeleistungen, von 152 ging es hier rauf auf 211. Die Zahl der Einsätze wie Ölspuren hat sich fast verdoppelt, insgesamt gab es 97 solcher Alarme (2018: 49).

Von immer mehr werdender Arbeit sprach auch Michael Koordt für den hauptamtlichen Part. Im Bereich des Rettungsdienstes wurden im Jahr 2019 insgesamt 2829 Einsätze durch den Rettungswagen der Feuerwehr und 1885 durch das Notarzteinsatzfahrzeug, das sowohl von der Feuerwehr als auch vom Malteser Hilfsdienst wechselweise besetzt wird, gefahren. „Pro Tag bedeutet das im Schnitt 7,8 Einsätze für den Rettungswagen, das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von über 15 Prozent“, so Koordt.

Den Blick in die Zukunft wagte Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier. Eines seiner Steckenpferde ist die Vegetationsbrandbekämpfung und die floriert bekanntlich in Zeiten von Hitze und Trockenheit geradezu: „Das ist etwas, das uns alle in den letzten zwei Jahren sehr viel Kraft und Mühe gekostet hat.“ Meier mit Blick auf die Gronenburg: „Gerade hier in Greven gibt es ja eine bestimmte Stelle“, an der es zuletzt seltsamerweise immer wieder gebrannt habe.

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