Ortsmitte: Planer gehen von 65 bis 150 Geschoss-Wohnungen aus
Zwischen 35 und 110 Quadratmeter

Reckenfeld -

Die Grundrisse stehen noch nicht fest, allenfalls eine grobe Größenordnung: Die Planer gehen in der Reckenfelder Ortsmitte, die demnächst bebaut wird, von einer durchschnittlichen Größe der Geschosswohnungen von 65 Quadratmetern aus.

Dienstag, 04.02.2020, 10:31 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 16:52 Uhr
Die Lokalpolitiker beschlossen, dass dieser Entwurf mit einigen Änderungen umgesetzt werden soll. Darin sind auch ein Mehrgenerationspark und zusätzlich zwei kleinere Parks enthalten.
Die Lokalpolitiker beschlossen, dass dieser Entwurf mit einigen Änderungen umgesetzt werden soll. Darin sind auch ein Mehrgenerationspark und zusätzlich zwei kleinere Parks enthalten. Foto: Stadt Greven

Reihen-, Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser werden dort entstehen, wo bis vor kurzem die Kicker des SC Reckenfeld auf Torejagd gingen.

Aber noch viel mehr. Unter anderem machten die Politiker mit ihrem einstimmigen Beschluss in der vergangenen Woche den Weg frei für einen Mehrgenerationenpark. Wie der gestaltet wird, welche Elemente berücksichtigt werden, ist noch völlig offen. Wie überhaupt eine ganze Menge Fragen noch unbeantwortet sind. „So weit sind wir noch gar nicht. Wir sind noch gar nicht im Detail“, betonte Bürgermeister Peter Vennemeyer. Das liegt am Verfahren. Mit dem Bebauungsplan wird der grobe Rahmen abgesteckt: Damit ist geklärt, welche Bebauung grundsätzlich zulässig ist. Fassaden, Grundrisse, Architektur-Stil – das und mehr ist damit noch nicht festgelegt.

Apropos Grundrisse: Mitglieder des Reckenfelder Bürgervereins stellten Nachfragen zu Wohnungsgrößen und Berechnungsgrundlagen für die Zahl der Wohneinheiten. Alles (noch) graue Theorie, wie Marco Scheil, Fachdienstleiter Stadtplanung im Rathaus, betonte. Die Zahl der Wohneinheiten sei „überschlägig ohne konkrete Grundrisse“ berechnet worden. Im Schnitt seien die Planer von 65 Quadratmeter pro Wohnung ausgegangen, innerhalb einer Bandbreite von 35 und 110 Quadratmeter. Ziel sei eine „hohe Bandbreite von unterschiedlichen Wohnformen“. Die Größe der Wohnungen hat natürlich Einfluss auf die Zahl der Einheiten, die in den Häusern Platz finden. Scheil sprach von einer Spannweite von 65 bis 150 Wohnungen. Sowohl die in der Verwaltungsvorlage genannte Zahl von 96 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern als auch die vom ReBüVe errechneten 114 seien möglich. Einig ist man sich in der Verwaltung (und angesichts des Beschlusses offenbar auch in der Politik), dass entlang der Emsdettener Straße höher gebaut werden soll. „Dreieinhalb Geschosse sind da angemessen und verträglich“, sagte Scheil. Auch Stadtplaner Hinnerk Willenbrink sieht das so: „Wenn wir dicht bauen wollen: Wo, wenn nicht im Zentrum?“

Mit dem Beschluss, den städtebaulichen Entwurf zur Basis des Bebauungsplans zu machen, wurde zudem das Bürgerhaus beschlossen – zumindest baulich. Wie berichtet soll dieses im Altbauteil der früheren Hauptschule untergebracht werden. Der ReBüVe strebt eine sehr aktive, koordinierende Rolle an. Die inhaltliche Ausgestaltung wird noch im Detail geklärt werden müssen.

Der Plan für die Ortsmitte enthält – neben dem Mehrgenerationenpark – noch zwei kleinere Parks zwischen den so genannten Cluster-Häusern. Zudem bleibt eine lange Baumreihe erhalten.

Apropos Mehrgenerationenpark: Um diesen wird es auch heute Abend gehen, wenn die Stadt einen Workshop zum Grünkonzept veranstaltet. Beginn ist um 18 Uhr im Deutschen Haus. Wer Ideen für den Mehrgenerationenpark beitragen oder Impulse für die Grüngestaltung der Ortsmitte inklusive Kirchplatz beisteuern möchte, sollte die Gelegenheit nutzen.

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