Jahresauftakt der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU
Deutschland ist in vielem Vorreiter

Greven -

Oliver Wittke war Gast beim Jahresauftakt der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU.

Mittwoch, 05.02.2020, 06:47 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 11:18 Uhr
Albert Sahle (2.v.r.) konnte am Montagabend prominente Gäste begrüßen: Oliver Wittke, ehemaliger Staatssekretär und zukünftiger Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) (2.v.r), war zu Gast. Joachim Brendel von der Industrie- und Handelskammer Nord-Westfalen (IHK) (links) und Dr. Christoph Kösters, Vorsitzender der MIT Greven, komplettierten die Referentengarde.
Albert Sahle (2.v.r.) konnte am Montagabend prominente Gäste begrüßen: Oliver Wittke, ehemaliger Staatssekretär und zukünftiger Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) (2.v.r), war zu Gast. Joachim Brendel von der Industrie- und Handelskammer Nord-Westfalen (IHK) (links) und Dr. Christoph Kösters, Vorsitzender der MIT Greven, komplettierten die Referentengarde. Foto: Luca Pals

Der Brexit, die wirtschaftlichen Streitigkeiten zwischen China und den USA, Protektionismus und der Fachkräftemangel – die Liste der Stolperfallen und Hürden für das wirtschaftlichen Wachstum weltweit aber auch in der Region, ist beliebig verlängerbar. Einige von ihnen wurden am Montagabend von Oliver Wittke beim Jahresauftakt der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Greven aufgezählt.

Megathemen der Gegenwart

Wittke, ehemaliger Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie, war Ehrengast bei „Sahle Wohnen“: „Albert Sahle und ich kennen uns schon seit vielen Jahren. Deswegen freut es mich besonders, heute hier eingeladen zu sein.“

Seinen einleitenden Worten folgte ein schneller Ritt durch die „Megathemen“ von Gegenwart und Zukunft: Die Herausforderungen der Energiewende, Möglichkeiten und Risiken der Globalisierung, die Umwandlung der Wirtschaft durch die Digitalisierung und der demografische Wandel: „Die Herausforderungen, die auf uns zukommen, sind immens. Wir packen sie bereits gut an, aber es steht noch einiges vor uns.“

Etwa bei der Energiewende habe Deutschland eine Vorreiterrolle inne: „Im vergangenen Jahr haben wir 40 Prozent der Energie aus Erneuerbaren gespeist.“

Die CDU habe es bereits zu Zeiten des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg wie keine andere Partei verstanden, soziale und ökologische Fragen im Einklang zu beantworten: „2020 müssen wir ökonomisch und ökologisch zusammenbringen.“

Für Datteln 4

Anders als andere Parteien, so der Mann, der 25 Jahre Berufspolitik hinter sich hat, würde die CDU das Thema Klimawandel „nicht ideologisch besetzen.“ In diesem Rahmen sprach er sich für die Aufnahme des umstrittenen Kraftwerkes Datteln 4 aus: „Die Versorgungssicherheit muss gewährleistet sein.“ Die „Bewahrung der Schöpfung“ habe trotzdem „höchste Priorität.“

Wittke, der der Politik nun den Rücken zuwenden wird, wird ab März Präsident der Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Das Thema Immobilien und Wohnen in Zukunft weckte natürlich auch das Interesse von Albert Sahle: „Bauen und Wohnen müssen in der Bundesregierung wieder einen höheren Stellenwert haben.“

Dämpfer in der Wirtschaft

Viele Themen wurden angesprochen, Joachim Brendel von der IHK Nord-Westfalen legte den Gästen aus Politik und Wirtschaft der Stadt Greven aktuelle Zahlen vor.

Die bereits angesprochenen Hemmnisse wirken sich auch auf die Region aus: Dämpfer in den Exportzahlen, Zurückhaltung bei den Investitionen und fallende Wirtschaftsprognosen führen allerdings nicht dazu, dass Brendel pessimistisch in die Zukunft blickt: „Die Zahl der Beschäftigten ist auf einem Höchststand, parallel dazu sinkt die Arbeitslosenrate. Das Münsterland bleibt nach wie vor ein starker Standort.“

Über die regen Beiträge der Referenten und die große Resonanz der Grevener freute sich Dr. Christoph Kösters, der ebenfalls bekannt geben konnte, den Vorsitz der MIT Greven auch im kommenden Jahr bekleiden zu dürfen.

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