Nathalie Dorra und Band im Beatclubkeller
Mit Esprit und ungebremster Energie

Greven -

Sie musizierte schon mit Lindenberg und Müller-Westernhagen. Am Samstag besuchte sie mit ihrer Band den Gewölbekeller des Beatclubs und lieferte dort eine beeindruckende Performance ab.

Sonntag, 09.02.2020, 18:38 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 20:00 Uhr
Bot mit ihrer Band einen facettenreichen Abend:
Bot mit ihrer Band einen facettenreichen Abend: Foto: axe

Im Gewölbekeller des Beat-Club hat man schon so manch exquisites Konzert erlebt. Am Samstag war nun die international gefragte Soulsängerin Nathalie Dorra mit ihrer Band aus Hamburg angereist und verwandelte bei dem restlos ausverkauften Konzert das ehrwürdige Gemäuer in einen vor Leidenschaft brodelnden Ort.

Mit ihrer natürlichen Art hatte sie die Sympathien des Publikums schon von der ersten Sekunde an gewonnen und mit ihrer warm timbrierten Stimme eroberte sie nach den ersten Takten des Intros die Herzen aller.

Nicht erst seit ihren Auftritten mit Udo Lindenberg oder an der Seite von Marius Müller-Westernhagen ist sie als Sängerin einem breiteren Publikum bekannt, mit Energie und Leidenschaft wusste sie ihre ganzen Qualitäten auch in Greven bei einem prickelnden Musikerlebnis einzubringen. Dabei ließ sie ihrer exquisiten Band auch immer genügend Freiraum für solistische Einlagen, so dass diese soulige Show wie aus einem Guss erschien.

Für besondere Momente sorgte dabei der Gitarrist David Neumann, dessen virtuoses Spiel einen perfekten Gegenpart zu Nathalie Dorra bildete. Für den groovenden Rhythmus sorgte der Schlagzeuger Michi „White Lion“ Pahlich, dessen punktgenaues Spiel den passenden Grund lieferte, auf dem die Stimme von Nathalie Dorra sich bestens entfalten konnte.

Mit dem Australier Simon Grey am Keyboard erlebte man einen seit vielen Jahren erfahrenen Funk-Pianisten, der mit Virtuosität und Ideenreichtum jedem Song um eine mitreißende Facette bereicherte. Am „zweiten“ Keyboard spielte Kerell Vorwald, der sich mit all seiner Kunst in den jederzeit stimmigen Dialog der Band integrierte. An der Saitenfront wusste auch der Bassist Achim Seiferts seine Qualitäten einzubringen, experimenteller Rock bis zu Funk und Soul gehören ja zu seinen Vorlieben.

Wenn dann Songs wie „Let’s stay together“ in ganz persönlicher Art von Nathalie Dorra präsentiert wurden, erlebte man bei dieser Hommage an die große Tina Turner unter die Haut gehende Momente.

Mit Esprit und ungebremster Energie wusste Nathalie Dorra Songs wie „Gotta get up“ und das vom Publikum begeistert mitgesungene „Still a friend of mine“ in ein mitreißendes Gewand zu kleiden.

Aber auch für ruhigere Momente war genügend Raum bei diesem facettenreichen Abend. Mit tiefem Gefühl sang Nathalie Dorra langsame poetische Balladen wie „Open your eyes“ und „Unconditional love“.

Für das Publikum war dieses Konzert wie eine Reise in eine ganz eigene Welt, in der eine charismatische Sängerin mit ihren exquisiten musikalischen Weggefährten die Zeit vergessen ließen. „Living for the city“ kennt man durch die legendäre Interpretation von Stevie Wonder und Ray Charles. Was Nathalie Dorra mit all ihrer Emotionalität aus diesem Song machte, wird man wohl noch lange in Erinnerung behalten. Das war einfach ganz große Kunst.

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