Stadt will an drei Standorten in Reckenfeld investieren
Ersatz für 50 Jahre alte Pumpwerke

Reckenfeld -

Drei Pumpwerke in Reckenfeld sind derart in die Jahre gekommen, dass sie ersetzt werden sollen. Kosten: jeweils 300 000 Euro.

Donnerstag, 20.02.2020, 06:02 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 06:20 Uhr
Das Pumpwerk an der Elbestraße stammt aus dem Jahr 1967. Technik und Beton haben
Das Pumpwerk an der Elbestraße stammt aus dem Jahr 1967. Technik und Beton haben Foto: Oliver Hengst

Gefälle im Gelände – in Reckenfeld absolute Mangelware. Was erklärt, warum von den stadtweit rund 35 größeren Pumpwerken die meisten in Reckenfeld betrieben werden. Werden müssen – denn ohne sie würde das Abwasser nicht abfließen. Damit es Richtung Kläranlage gelangt, müssen Pumpwerke zum Einsatz kommen. Von den Pumpwerken aus gelangt das Schmutzwasser dann durch eine Druckrohrleitung. Drei davon sind so alt und marode, dass sie nun komplett erneuert werden sollen. Die Mitglieder des Betriebsausschusses machten in der vergangenen Woche den Weg dafür frei. An den Standorten Elbestraße, Grüner Ring und Werner-von-Siemens-Straße ist die Technik veraltet, zum Teil rosten Stufen, Pumpen und Rohre, der Beton weist Risse auf, teilweise wuchern Wurzeln, wo sie besser nicht wuchern sollten. Die eingesetzten Steigeisen, über die man in die Schächte hinabgelangt, sind so gar nicht mehr zulässig. In vielen Fällen gestaltet sich wegen des hohen Alters auch die Ersatzteilbeschaffung schwierig.

Viele gute Gründe, um tätig zu werden. „Eine Teil-Sanierung lohnt sich nicht“, sagt Klaus Rading, der in der Stadtverwaltung den Geschäftsbereich Abwasser verantwortet.

Bevor Peter Borggreve (Grüne) seine Hand zur Zustimmung erhob, erkundigte er sich, ob denn die neue Technik zu einer Stromeinsparung führe. „Da gehe ich ganz stark von aus“, antwortete Rading. Der Ausschuss brachte die Sanierung, die in allen drei Fällen im Grunde eher Neubauten sind, letztlich einstimmig auf den Weg. Zunächst werden Planungskosten in Höhe von rund 75 000 Euro bereitgestellt. Pro Pumpwerk werden schließlich rund 300 000 Euro benötigt.

Das Pumpwerk in der Elbestraße ist das älteste der drei Sanierungsfälle: Es stammt aus dem Jahr 1967 und fördert das Schmutzwasser aus den Blöcken C und D ab. Die beiden anderen Pumpwerke sind kaum jünger: Sie wurden 1975 gebaut. Das Pumpwerk Grüner Ring transportiert Schmutzwasser aus dem Bereich südlich der Bahnhofstraße ab. An das Pumpwerk an der Werner-von-Siemens-Straße ist fast das gesamte Industriegebiet Reckenfeld angeschlossen.

Nun soll ein Ingenieurbüro gefunden werden, das die Planung der Sanierung der betroffenen Pumpwerke übernimmt. Von einer „gesamtheitlichen Betrachtung und Planung“ erhofft sich die Stadt die Vereinheitlichung der Pumpwerke in Bezug auf Bedienbarkeit, Wartung, Ersatzteilvorhaltung, Optik und Steuerung. Zudem setzt die Stadt darauf, dass durch diese Vorgehen zeitliche und wirtschaftliche Vorteile entstehen.

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