Ankerlichten und Schlüsselübergabe im Rathaus
Tanki will gar nicht aufhören

Greven -

Das hat gedauert: Fast hätte Prinz Christian I. den Knoten nicht aufbekommen, an dem seine Regentschaft im Rathaus hing.

Dienstag, 25.02.2020, 06:12 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 06:20 Uhr
Im Rathaus trafen Narren und Zivilisten zum traditionellen Ankerlichten
Im Rathaus trafen Narren und Zivilisten zum traditionellen Ankerlichten Foto: Oliver Hengst

Das konnte kein Zufall sein: So schwer, wie sich der störrische Knoten lösen ließ, musste ihn jemand manipuliert haben. Vielleicht hatte sich Prinz Tanki (Christian II.) in der Nacht daran zu schaffen gemacht, um das Lichten des Ankers hinauszuzögern? Hatte es ihm vielleicht so viel Spaß gemacht, im Rathaus nach Belieben zu schalten und zu walten, dass er das Ende dieser tollen Zeit nicht akzeptieren wollte? „Das Wochenende hat mir ganz gut gefallen. Das können wir ruhig wiederholen“, hatte er wenige Minuten vorher verschmitzt zu Protokoll gebeben. Brauchte es noch mehr an verräterischen Hinweisen? „Er ist vielleicht der erste Prinz, der den Schlüssel nicht wieder hergibt“, deutete auch KG_Präsident Guido Lake an. Auch er hatte offenbar gute Gründe ausgemacht, die Herrschaft der Narren noch ein wenig zu verlängern: „Du hast ja eine tolle Kantine hier“, sagte er in Richtung des Bürgermeisters.

Prinz Christian I. und Pünte Janina holen den Anker im Rathaus ab

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So oder so: Es dauerte Minuten, bis der Knoten entwirrt war und der Anker endlich, endlich über den Balkon der Galerie gehievt werden konnte. Der zupackende Hausherr, Bürgermeister Peter Vennemeyer, musste ordentlich nachhelfen. Na klar, er wollte schließlich, dass im Rathaus langsam wieder Normalität einkehrt.

Doch so leicht war das nicht erledigt. Natürlich musste die KG Emspünte auch noch den Schlüssel rausrücken. Prinz Christian II. (Tanki) Schürhaus ließ sich lange bitten, gab ihn schließlich aber – angesichts des drohenden Besendienstes im Rathaus – mit schwerem Herzen und noch schwerer angeschlagener Stimme her. Den von Vennemeyer angeblich markierten Original-, aber auch einen heimlich angefertigten Reserveschlüssel.

Vennemeyer war erleichtert – und schaltete sofort wieder in den Regierungsmodus um. „Das waren wieder tolle Tage“ lobte er die Karnevalisten, allen voran die von Prinz Christian und Pünte Janina Feldmann angeführten Emspünten-Blaujacken. „Vielen Dank für all das, was Ihr auf die Beine gestellt habt.“ Das habe wesentlich zu einer „guten Präsentation der Stadt Greven nach draußen“ beigetragen. Und er offenbarte dann, dass die ganze Schüssel-Kabbelei im Grunde gar nicht nötig gewesen wäre. Denn: „Ihr seid hier immer herzlich willkommen.“

Den sonntäglichen Umzug zu verkürzen sei genau die richtige Entscheidung gewesen, bilanzierte Vennemeyer. Auch das Festzelt sei gottlob nicht weggeweht, weil es dafür viele zu voll gewesen. sein. „Das Zelt! Das Zelt war voll“, baute er möglichen Missverständnissen vor.

Die Gäste aus Frankreich bedankten sich mit netten Worten und flüssigen Präsenten für die Gastfreundschaft und wurden ihrerseits mit Dank überschüttet für ihren besonderen Beitrag zum Wochenende. Gute Tradition ist es, dass die Franzosen die jeweilige Pünte auffordern, die Socken der KG-Aktiven zu prüfen – was Janina auch mutig durchzog. Ergebnis: Robin Zurbrüggen war offenbar der einzige, der in den vergangenen vier Tagen die Socken gewechselt hatte, wie Vennemeyer spöttisch bemerkte.

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