Grünkohlorden für Annette Willebrandt / Re-Ka-Ge beschließt die Session
„Nah an den Menschen“

Reckenfeld -

Annette Willebrandt heißt die neue Trägerin des Grünkohlordens der Re-Ka-Ge. Bei der Verleihung stand ihre lange Liste ehrenamtlicher Tätigkeiten im Mittelpunkt.

Mittwoch, 26.02.2020, 19:54 Uhr aktualisiert: 26.02.2020, 20:00 Uhr
Annette Willebrandt wurde mit Orden und Präsenten ausgestattet. Viele Redner hoben ihr ehrenamtliches Engagement hervor.
Annette Willebrandt wurde mit Orden und Präsenten ausgestattet. Viele Redner hoben ihr ehrenamtliches Engagement hervor.

Die Hoheiten vor Kopf, die Ordensträger und Grünkohlritter, Abordnungen der Vereine und Karnevals-Clubs an langen Tafeln davor: Zum Abschluss der Karnevals-Session verlieh die Reckenfelder Karnevalsgesellschaft wieder ihren traditionellen Grünkohlorden im „Deutschen Haus“ in Reckenfeld. Und wie jedes Jahr war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt.

Bevor es allerdings an die Verleihung ging, wurde erst einmal geschmaust: Grünkohl auf Münsterländer Art. Zum Klappern des Geschirrs, der Popmusik im Hintergrund und den Rufen aus der Küche gesellten sich noch die Unterhaltungen der zahlreichen Gäste.

Als die Verleihung dann starten soll, muss der Moderator des Abends erst einmal alle auffordern, wieder Platz zu nehmen. Das dauert seine Zeit, schließlich wollen alle die Gelegenheit nutzen, mit den Kollegen der anderen Vereine zu plaudern und zu lachen.

In diesem Jahr geht der Orden an Annette Willebrandt. Sie reiht sich damit als erst fünfte Frau in eine Reihe von würdigen Vorgängern ein, bei deren Namen ihr „schon ein bisschen bange“ geworden sei. Doch die Re-Ka-Ge sieht dafür keinen Anlass.

Der Grünkohlritter des vergangenen Jahres, Ferdinand Mehl, hielt die Laudatio und zählte Station um Station aus Willebrandts umfangreichem Engagement auf. Einiges davon habe sie selbst bereits vergessen, sagt Willebrandt lachend.

Umso wichtiger, dass Mehl ihren Einsatz noch einmal Revue passieren lässt: Einsatz für die Gleichstellung von Frauen im Berufsleben, in der Saerbecker Frauenunion, dem Kreistag. Sie engagierte sich für Litauen, ein Land, das sie vielfach und auf vielfältige Weise unterstützte. Bis heute ist sie Sterbebegleiterin in einem Hospiz. „Saerbeck ist stolz“, ist sich Mehl sicher. Stets sei sie nah am Menschen, betonen auch die Gratulanten der anderen Karnevalsvereine. „Mit ihrer Lebenseinstellung hat sie sich Respekt erworben“, betont Mehl.

Willebrandt selbst schätzt die „gute Geste“ der Re-Ka-Ge, mit der sie Menschen auszeichnen, die sich „für ein gutes Miteinander“ einsetzen. Der KakiV ist in diesem Jahr ganz besonders im Sinne Willebrandts: eine Prinzessin an der Spitze. Die betont auch gleich, dass Willebrandts Einsatz „höchste Anerkennung“ verdiene.

Der CCFfL googelte erstmal den Namen „Annette Willebrandt“, so mache man das schließlich heute. Was die Karnevals-Freunde fanden: 2016 bekam Willebrandt das Bundesverdienstkreuz verliehen. Mit dem nun zusätzlich verliehenen Grünkohlorden gehöre sie jetzt zu einer sehr ausgewählten Gruppe.

Stevens Gomes gratulierte im Namen der Stadt, bedankte sich für Willebrandts Einsatz im Kleinen.

Nach der feierlichen Verleihung erhalten die Karnevalisten zum letzten Mal in dieser Session die Gelegenheit, den Gardetanz der Re-Ka-Ge zu bewundern. Nachdem Tanzmariechen Annika bereits vor dem Essen ihr Können gezeigt hat, tritt die Garde nach der Verleihung auf. Zudem wird noch einmal kräftig geschunkelt und gesungen. Damit läuten die anwesenden Hoheiten und Ritter den feierlichen Ausklang der Karnevals-Zeit ein.

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