Das Tanzkollektiv „MNEME“ tourt mit „Mission Funkel“ durch das Münsterland
Entdeckungsreise in den Sternen

Greven -

Zurzeit touren die fünf Frauen des Tanzensembles „Mneme“ mit ihrer ersten Produktion „Mission Funkel“ durch das Münsterland. Mit dabei: Tänzerinnen aus Greven.

Mittwoch, 04.03.2020, 11:35 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 11:50 Uhr
Die Mitglieder des Kollektivs zusammen mit Kindern bei einer Aufführung von „Mission Funkel“
Die Mitglieder des Kollektivs zusammen mit Kindern bei einer Aufführung von „Mission Funkel“ Foto: Mario Soose

„Mneme“, über diesen Namen stolpert man erstmal. In der griechischen Mythologie ist Mneme die Muse der Erinnerung. Und die will das Tanzkollektiv „Mneme“ für seine Besucher schaffen, am liebsten natürlich positive.

Zurzeit touren die fünf Frauen mit ihrer ersten Produktion „Mission Funkel“ durch das Münsterland. „Wir sind überwältigt von der schnellen Entwicklung“, sagt Charlotte Petersen, Mitglied des Tanzkollektivs und professionelle Tänzerin.

„Mission Funkel“ ist eine interaktive Kindertanzvorstellung, bei die Kinder als Wissenschaftler mit an der Erforschung neuer Planeten beteiligt sind. Auf diesen neuen Planeten herrschen ganz andere Naturgesetze als auf der Erde. Und die sorgen dafür, dass man sich dort auch anders bewegen muss. Dabei geben die Mitglieder zwar eine Orientierungshilfe, aber „Tanz sollte mehr sein, als nur vor- und nachmachen“, sagt Charlotte Petersen.

„Jedes Kind soll in seiner eigenen Kreativität abgeholt werden“, erklärt Isabel Bernhard. Sie kommt gebürtig aus Greven und hat zusammen mit ihrer Schwester Sarah Bernhard die anderen Mitglieder mit elf Jahren beim Tanzunterricht kennengelernt. Alle haben ihre Vorausbildung in der Ballettschule Heidi Sievert gemacht. Anschließend hat die Gruppe in den Niederlanden studiert. Nach einem Aufenthalt von Isabel und Sarah Bernhard in New York ist die Gruppe zurück zu ihrem Ursprung ins Münsterland gekommen.

Im Mai 2019 haben sich dann Isabel Bernhard, Charlotte Petersen, Friederike Klodwig, Sarah Bernhard und Lena Schattenberg zum Kollektiv zusammengeschlossen. Die Idee stand zwar schon länger im Raum, aber die Förderanträge mussten noch bewilligt werden. „Wenn wir etwas machen, dann auch richtig“, erklärt Isabel Bernhard lachend.

Besondere Unterstützung bekam das Kollektiv von Jeremy Heiss, der die Musik für „Mission Funkel“ komponiert hat.

Das Tanzkollektiv tritt vor allem an Schulen und Kindergärten auf, es gibt jedoch auch einige öffentliche Vorstellungen im Theater an der Meerwiese in Münster. Genaue Informationen findet man auf www.mneme-kollektiv.de. Eltern müssen aber leider draußen bleiben, es handelt sich um eine reine Kindervorstellung. Die Gruppe hofft bald auch in Kindergärten und Schulen in Greven auftreten zu können.

Eine zweite Produktion ist bereits in Planung. „In „Turbogigamanipoweristisch“ geht es darum, die eigenen (Super-)Fähigkeiten in sich selbst wiederzufinden, trotz des allgegenwärtigen Leistungsdrucks in unserer Gesellschaft“, erzählt Charlotte Petersen.

Das Stück richtet sich an Kinder im Alter von acht bis elf Jahren. „Wir entfernen uns von den sehr verspielten Aspekten aus Mission Funkel“, erzählt Charlotte Petersen. Die Aufführung teilt sich in eine 40-minütige Vorstellung mit anschließendem Workshop, in dem die Kinder den Superhelden in sich selber finden können.

Tanz verbindet für die Mitglieder Sport mit Kunst. Beides kommt ihnen im Schulalltag zu kurz. Isabel Bernhard erklärt: „Das freie Bewegen tut uns gut“.

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