Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit an der St. Martinischule
„Martini for Future!“

Greven -

Umweltbewusstsein, das fängt in der Grundschule an. Die Martinischüler sind in der Stadt aktiv.

Donnerstag, 05.03.2020, 12:48 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 16:10 Uhr
Kinder der ersten Klasse basteln aus recycelten Dosen Bienen.
Kinder der ersten Klasse basteln aus recycelten Dosen Bienen. Foto: Nele Grüter

„Was sie hier machen, finde ich wunderbar! Aber es ist eine Sauerei von den Leuten, die ihren Müll hier überall liegen lassen“, lobt ein älterer Herr die Kinder der Martinigrundschule. Im Rahmen ihrer Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit sammeln die Kinder Müll in der Fußgängerzone. „Die Resonanz ist super“, erzählt Andrea Cartmann, Lehrerin an der Martinischule. „Eine ältere Dame hat sogar Süßigkeiten für die Kinder gekauft“. Da sind die Kinder natürlich top motiviert noch mehr Müll zu sammeln.

Idee der Kinder

Die Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit war die Idee der Kinder. Schon seit einem Jahr pochen sie auf eine Umsetzung des Nachhaltigkeitsthemas. „Die Kinder bekommen in den Medien viel von der „Fridays for Future“ Bewegung mit, auch ältere Geschwisterkinder geben diese Ideen weiter“, erklärt Vanessa Seifert, ebenfalls Lehrerin an der Martini-Grundschule. „Und jetzt machen wir eben Martini for Future!“

Der Martinirat, ein Zusammenschluss aus den einzelnen Klassensprechern, wollte das Thema unbedingt umsetzten. Seit Montag läuft nun die Projektwoche, in die Kinder an verschiedenen Stationen teilnehmen können, zum Beispiel am Müll sammeln auf Grevens Straßen. Am meisten finden die Kinder übrigens Zigarettenstummel.

Bienen sind wichtig

Eine andere Projektgruppe bekommt Besuch vom Imker Andreas Wömpener. Er erklärt den Kindern, warum die Bienen so wichtig für unsere Umwelt sind und was die Kinder tun können, um ihnen zu helfen. Dennoch lassen sich die kleinen Tiere gar nicht so leicht unterkriegen. Eine Hornisse, die mehr als doppelt so groß ist wie eine Honigbiene, wollte in seinem Bienstock etwas Honig stibitzen. Das haben sich seine Bienen aber nicht gefallen lassen und haben im Team die Hornisse attackiert und so ihren Stock beschützt. Die Bienen wurden natürlich nicht extra für den Unterricht getötet. Ein Biene lebt nur etwa sechs Wochen.

Im einem anderem Klassenraum beschäftigen sich Kinder aus der dritten und vierten mit dem erhöhten Ausstoß von COund drehen Stop-Motion-Filme zu dem Thema. Um COzu vermeiden, könnten man einfach Fahrrad fahren, erklärt eins der Kinder. Denn wenn wir weiter so viel COproduzieren „kann das nicht mehr aus der Atmosphäre raus und es wird viel zu heiß“, erklärt ein weiteres Kind.

Protestmarsch

Am Freitag veranstaltet die Martinischule ihren eigenen Protestmarsch und überreicht dem Bürgermeister unterschriebene grüne Füße. Denn auch für die Kleinsten ist Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein großes Thema, erklärt Vanessa Seifert.

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