Zukunft der Marien-Kirche
Sieben Büros arbeiten an Vorschlägen

Greven -

Sieben Architekturbüros mit angeschlossenem Investor erarbeiten derzeit Pläne für die Zukunft von Marien-Kirche und Haus Liudger. Denn Ende des Jahres nach Fertigstellung der neuen Josef-Kirche wird die Kirche im Süden der Stadt profaniert. Ein Abriss soll vermieden werden.

Donnerstag, 05.03.2020, 06:47 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 06:50 Uhr
Blick ins Innere der Marienkirche.
Blick ins Innere der Marienkirche.

Klar ist: In der Marien-Kirche wird Ende des Jahres noch Weihnachten gefeiert. Danach ist Schluss, dann wird das Gebäude keine Kirche mehr sein. Doch was passiert danach? Wird die Kirche abgerissen? Genau das will der Kirchenvorstand der Marinus-Gemeinde eben nicht. Und deshalb wurde jetzt ein Architekten- und Investorenverfahren in Gang gesetzt.

Architekten- und Investorenverfahren? Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. „Unser Bestreben ist der Erhalt des Gebäudes. Und deshalb haben wir dieses Verfahren in Gang gesetzt, das machbare Ideen für die weitere Nutzung des Gebäudes erbringen soll“, sagte Michael Hüttermann, Verwaltungsreferent der Gemeinde, auf Anfrage.

Sprich: Die insgesamt sieben Büros sollen das Ensemble aus Marienkirche, Haus Liudger und die dazwischen liegende Grünfläche überplanen – aber natürlich auf Grundlage gewisser Vorstellungen der Kirchengemeinde. „Die Büros haben von uns ein Exposé mit entsprechenden Vorgaben bekommen“, sagte Hüttermann. Ziel sei es, dass etwas entstehe, mit dem die Verantwortlichen auch in der Gemeinde antreten können. „Es gibt bestimmte Dinge die ausgeschlossen sind, es gibt bestimmte Verwendungen, die wir gerne sehen würden.“

Bei all dem werde der finanzielle Aspekt aber nicht gänzlich in den Hintergrund treten. „Aber es wird sicherlich auch nicht so sein, dass der Investor, der am meisten für die Gebäude und die Freifläche bietet, den Zuschlag bekommt.“

Welche Architektur-Büros beauftragt wurden, will Hüttermann nicht sagen. „Da haben wir in Absprache mit dem Bistum Stillschweigen vereinbart.“ Es seien auch Grevener Architektur-Büros dabei. „Das General-Vikariat hat uns auch Büros benannt, die schon Erfahrungen mit solchen Umwidmungen haben.“

Eine Voraussetzung sei, dass es auch künftig in irgendeiner Form Gemeinderäume geben werde. „Ob in den bestehenden Räumen oder in anderen Räumen wird sich zeigen“, erklärte Hüttermann. Die Räumlichkeiten würden aber sicherlich kleiner. Aber auch die Bücherei solle erhalten bleiben.

Bis zum Sommer sollen die Vorschläge erarbeitet werden. „Ende Oktober wollen wir eine Entscheidung treffen“, sagte Hüttermann.

Und er zeigt sich optimistisch, dass es ganz konkrete Vorschläge geben wird. „Bei sieben beteiligten Architektur-Büros mit angeschlossenen Investoren gehen wir davon aus, dass wir mehrere Vorschläge bekommen von denen einer auch konkret umgesetzt werden kann.“

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