Rahmenentwicklungsplan Nordwalder Straße
Unverbindlich – aber begeisternd

Greven -

Der Bereich der Stadt zwischen Emsbrücke und Bahnstrecke soll städtebaulich aufgewertet werden. Unter anderem soll neuer Wohnraum entstehen.

Samstag, 07.03.2020, 18:14 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 14:02 Uhr
Dieser grobe Rahmenplan zeigt eine mögliche Bebauung des Gebietes auf. Auf den Gebäude-Grafiken sind mögliche Stockwerke angegeben. Vieles muss aber zunächst mit den Eigentümern besprochen werden.
Dieser grobe Rahmenplan zeigt eine mögliche Bebauung des Gebietes auf. Auf den Gebäude-Grafiken sind mögliche Stockwerke angegeben. Vieles muss aber zunächst mit den Eigentümern besprochen werden. Foto: Stadt Greven

Es ist alles noch vage und unverbindlich. Aber: Daraus soll sich etwas entwickeln. Der Bereich der Stadt zwischen Emsbrücke und Bahnstrecke soll städtebaulich aufgewertet werden. Darin waren sich alle Politiker am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung einig und beschlossen einstimmig den von der Verwaltung vorgelegten – allerdings rechtlich unverbindlichen – Rahmenentwicklungsplan.

Anlass für all die Überlegungen ist der Rückzug der Raiffeisen-Genossenschaft von zwei Grundstücken in dem Bereich. Die Raiffeisen wird demnächst ihr neues Geschäftszentrum im Gewerbegebiet Up`n Nien Esch in Betrieb nehmen.

Für eines der Grundstücke zwischen Bahndamm und Gutenbergstraße gibt es sogar schon recht konkrete Pläne. Drei vierstöckige Riegel mit insgesamt 114 Wohnungen sind dort angedacht, 40 Wohnungen davon sollen öffentlich finanziert werden. Eine Planung, die Arnold von Storp vom Architektur-Büro Bolles & Wilson, im Auftrag der Raiffeisen vorstellte. „Das Grundstück will die Raiffeisen allerdings an einen Investor verkaufen“, machte von Storp deutlich. Ob die Planung dann also wirklich so aussehe, wie vorgestellt, sei daher nicht sicher. Und sowieso: Die Politik entschied sich dafür, die Planung zunächst im Gestaltungsbeirat vorzustellen.

Grundsätzlich zeigten sich die Politiker aller Parteien begeistert vom vorgestellten Rahmenplan. „Wir begrüßen die Überplanung in diesem Bereich“, sagte Johannes Hennigfeld, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, betonte aber auch, dass es sich bei dem Rahmenplan um ein grobes Konzept handle, dessen Einzelheiten im Rahmen der Bauleitplanung erarbeitet werden müssten. „Wichtig ist aber in diesem Zusammenhang, dass die bestehenden Betriebe dann auch weiter ihr Gewerbe betreiben können.“

Der Rahmenplan sieht eine Ansiedlung von „nichtstörendem Gewerbe, Verwaltungs-, Büro- und Dienstleistungsnutzungen sowie Wohnen“ vor. „Wir haben in dem Bereich bisher keine rechtskräftigen Bebauungspläne“, verdeutlichte Marco Scheil, Fachdienstleiter Stadtentwicklung und Umwelt. Ziel sei die städtebauliche Aufwertung des Plangebiets und die Qualifizierung als Verbindungsachse zwischen den Stadtteilen links der Ems und rechts der Ems.

Diskutiert wurde über das schon ein wenig konkretere Projekt mit den drei Baukörpern. Einigen Politikern stieß es sauer auf, dass die öffentlich geförderten Wohnungen nur im Komplex direkt an den Gleisen vorgesehen ist. „Wir würden es lieber sehen, wenn diese Wohnungen auf alle drei Gebäude verteilt würden“, sagte Peter Borggreve von den Grünen.

Ganz konkret wurde an dem Abend eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans auf den Weg gebracht. Das wird aber dauern.

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