Protestmarsch der St. Martinigrundschule zum der Projektwoche „Nachhaltigkeit“
Mit gutem Beispiel vorangehen

Greven -

Abschluss einer bewegten Projektwoche: Über 300 Schüler und Schülerinnen der St. Martinigrundschule marschieren für die Umwelt zum Marktplatz.

Freitag, 06.03.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 14:04 Uhr
Kinder der zweiten Klasse präsentieren stolz ihr Plakat
Kinder der zweiten Klasse präsentieren stolz ihr Plakat Foto: Nele Grüter

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Umwelt klaut!“, schallt es durch die Fußgängerzonen Grevens. Die über 300 Schüler und Schülerinnen der St. Martinigrundschule marschieren für die Umwelt zum Marktplatz.

Jeder von ihnen hat einen kleinen grünen Fußabdruck in der Hand. Laut rufend laufen sie durch die Innenstadt und schwenken ihre Fußabdrücke. Und das trotz des schlechten Wetters.

Mit dem heutigen Protestmarsch endet die Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit für die Schüler. Auf den Fußabdrücken haben sie sich notiert, was sie in der Woche gelernt haben und was sie sich selbst vornehmen zu ändern. Das Hauptanliegen der Kinder ist klar: Finger weg vom Plastikmüll!. So steht es auf einem großen Plakat der zweiten Klasse.

Am Marktplatz angekommen fragt Schulleiterin Agnes Langenhoff die Kinder warum sie alle heute hier sind. „Weil man uns die Umwelt klaut!“, antwortet eins der Kinder sofort. Dennoch ist der Marsch keine Schuldzuweisung. Es geht darum was jeder einzelne für die Umwelt tun kann. Und da haben die Schüler einige Ideen. „Müll vermeiden, vor allem Plastikmüll“, sagt eine Erstklässlerin. „Im Supermarkt einen Stoffbeutel mitnehmen“, schlägt eine weitere Schülerin vor. Und die Kinder kritisieren auch sich selbst. „Wir sollten uns nicht mehr so viel herumfahren lassen, sondern öfter das Fahrrad oder den Roller nehmen“. Das haben sich viele der Kinder vorgenommen.

„Ich finde das super, was die Kinder hier machen“, erzählt eine Passantin. „Mein Enkelkind ist auch irgendwo dazwischen und berichtet schon die ganze Woche, was sie jeden Tag Neues lernen.“ Einige stehen dem Marsch der St. Martinischule jedoch kritisch gegenüber. „Wie viele von den Kindern tragen denn gerade wohl Plastikschuhe?“, begibt einer der Passanten zu bedenken. „Aber immerhin ist das jetzt wieder eine Generation, die sich für Umwelt und Politik interessiert“, lobt der Mann die Kinder.

Auch Bürgermeister Peter Vennemeyer lobt die Kinder. „Dass ihr heute hier seid, finde ich großartig. Eure Generation hat verstanden, was meine Generation im Punkt Umweltschutz leider verpasst hat.“ Er wird oft gefragt was eine verhältnismäßig kleine Stadt wie Greven den für einen Unterschied machen könnte. „Umweltschutz beginnt bei jeden Einzelnen, jeder kann mit guten Beispiel vorangehen“, erklärt Vennemeyer.

Zum Abschluss der Projektwoche überreichten die Kinder des Martinirates dem Bürgermeister einen großen grünen Fußabdruck. Dieser wurde von den Kindern der Martinischule unterschrieben. Sie alle wollen sich auch in Zukunft mehr für die Umwelt einsetzen.

Die Ergebnisse der Projektwoche sind für 14 Tage im Foyer des Rathauses ausgestellt und können kostenfrei besucht werden.

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