CDU macht sich für attraktiveren Haltepunkt stark
Barrierefreiheit ist nur der erste Schritt

Reckenfeld -

Der barrierefreie Umbau des Reckenfelder Bahnhofes – für die CDU kann das erst der Anfang sein. Ein Maßnahmebündel soll den Haltepunkt attraktiver für Pendler machen.

Samstag, 07.03.2020, 06:13 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 14:04 Uhr
CDU-Vertreter sprachen sich am Reckenfelder Bahnhof für eine umfassende Überarbeitung des Haltepunktes aus.
CDU-Vertreter sprachen sich am Reckenfelder Bahnhof für eine umfassende Überarbeitung des Haltepunktes aus. Foto: Oliver Hengst

Die CDU macht Druck in Sachen Reckenfelder Bahnhof. Alte Ausstattung, unschönes Umfeld, wenig Anreize für Pendler – für die Christdemokraten gibt es viele Ansatzpunkte. Auch CDU-Bürgermeister-Kandidat Dietrich Aden klinkt sich in die Debatte ein. „Die Förder-Rahmenrichtlinien sind so günstig wie nie zuvor“, sagt er.

Die CDU-Vertreter, darunter auch Landrat Klaus Effing, begrüßten beim Pressetermin vor Ort durchaus, dass die Stadt tätig geworden sei und die Planung für den barrierefreien Umbau vorantreibe – eigentlich eine Aufgabe der Bahn. „Das ist jetzt auf der Strecke. Jetzt muss man sehen, dass man auch zu Potte kommt“, sagte Effing. Sprich: Über den Umbau hinaus müssten weitere Maßnahmen getroffen werden, um die Attraktivität für Pendler zu erhöhen. Da müsse die Stadt „auch proaktiv rangehen“. Er fordert unter anderem Flächen zu sichern, auf denen möglicherweise weitere Parkplätze für Autos untergebracht werden könnten. Die CDU fordert daher, die Besitzverhältnisse einer Freifläche nördlich des Bahnhofsgeländes zu klären.

Auch die Abstellgelegenheiten für Räder (Aden: „Die stammen offensichtlich aus einer anderen Zeit“) sollten modernisiert und ausgeweitet werden. Unter anderem müsse man mit abschließbaren Bereichen und Fahrradboxen auf den Trend reagieren, dass immer mehr hochpreisige E-Bikes genutzt werden. Auch hier sehen die Christdemokraten die Kommune in der Pflicht. „Das ist eine städtische Aufgabe“, sagt zum Beispiel Franz-Josef Holthaus.

Effing, immerhin auch ZVM-Verbandsvorsteher, räumt zwar ein, dass man es bei derartigen Aufgaben mit einem komplizierten Geflecht der Zuständigkeiten zu tun habe. „Aber einer muss der Motor sein.“ Er zeigte eine Münsterlandkarte mit vielen grünen Punkten, Reckenfeld ist darauf rot markiert, weil es noch keinen barrierefreien Ausbau gebe. „Die Barrierefreiheit ist die größte und wichtigste Baustelle. Das muss jetzt gemacht werden“, sagt Dietrich Aden. Aber sie sei bei weitem nicht die einzige Baustelle. „Ich bin ja nicht der erste, der rausfindet, dass der Reckenfelder Bahnhof nicht der attraktivste ist“, nahm er Bezug auf Jahre andauernde Diskussion. Umso wichtiger sei es, nun aktiv zu werden. Aden nannte Mecklenbeck und Roxel als Beispiele. Reckenfeld müsse deutlich attraktiver für Pendler werden – erst recht vor dem Hintergrund neuer Baugebiete und expandierender Großunternehmen. Man müsse daher auch neben diebstahlsichere Fahrradabstellplätzen und ausreichend Autostellplätzen über eine insgesamt bessere Aufenthaltsqualität nachdenken, zu der auch Service-Angebote wie Ladestationen für E-Bikes gehören sollten – und eventuell auch eine Paketstation. Mehr Attraktivität für Pendler, das ich auch für Effing „im ländlichen Raum elementar“.

Die Aufenthaltsqualität anzuheben könnte auch das (nicht nur) in Reckenfeld leider sehr ausgeprägte Vandalismus-Problem eindämmen, hofft Franz-Josef Holthaus. Er setzt daher auch auf eine überparteiliches Vorgehen. „Da müssen alle im Boot sein.“

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