Corona-Krise
Rien ne va plus auch am FMO

Greven -

Am Flughafen Münster-Osnabrück wird der Betrieb fast komplett herunter gefahren. Am Dienstag wird sogar das Terminal geschlossen. Nur noch eine operative Einheit wird am General-Aviation-Schalter Dienst tun. Fast alle anderen Mitarbeiter sind zur Zeit in Kurzarbeit.

Dienstag, 24.03.2020, 08:24 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 09:36 Uhr
So leer hat man das Terminal des FMO selten gesehen. Heute wird das Terminal dicht gemacht.
So leer hat man das Terminal des FMO selten gesehen. Heute wird das Terminal dicht gemacht. Foto: Peter Beckmann

Ein bisschen kommt noch rein in die Kasse. Um genau zu sein 2,36 Euro pro Tonne und Tag. Auf so viel beläuft sich die Parkgebühr. Nein, nicht bei den Autos. Die Gebühr müssen die Eigentümer der Flugzeuge zahlen, die derzeit am Flughafen Münster-Osnabrück geparkt sind. Fünf sind es zur Zeit. „Das werden vermutlich aber noch mehr“, erklärt Andres Heinemann, Sprecher des FMO.

Aber: Das war es dann auch. Denn der Flugbetrieb am FMO ist so gut wie eingestellt.

Das sieht man auf dem ersten Blick auf der Anzeigentafel. Ob Ankunft oder Abflug, ob München oder Frankfurt – überall steht „annulliert“. Und das hat Konsequenzen. Zuerst natürlich für einen ganz großen Teil der 450 Mitarbeiter des FMO. „Für den Großteil der Mitarbeiter haben wir Kurzarbeit beantragt, die haben wir nach Hause geschickt.“

Gesamte Terminal geschlossen

Logisch: Keine Flüge, keine Arbeit. Und da so gut wie nichts passiert – bis auf ein paar Geschäftsflüge – ist ab heute auch das gesamte Terminal geschlossen. „Für eventuell noch ankommende oder abfliegende Fluggäste halten wir eine operative Einheit vor, die am General-Aviation-Schalter Dienst tut“, sagt Heinemann.

Und es wird noch etwas geändert. „Bislang konnten Flugzeuge rund um die Uhr spontan bei uns landen“, erklärt Heinemann. Da sei ab sofort nur noch mit einem vierstündigen Vorlauf möglich. „Nur so können wir den Aufwand auf ein Minimum herunter fahren.“

Eigentlich war der Flughafen gut in das Jahr gestartet. „Wir hatten im ersten Quartal ein Plus von 25 Prozent bei den Fluggästen verzeichnet und sind gut aufgestellt“, so Heinemann. Wie sich die Corona-Krise finanziell auf den FMO auswirken werde, sei schwer zu erfassen. „Das hängt natürlich davon ab, wie lange wir mit dieser Krise zu kämpfen haben“, sagte Heinemann. Aber das wisse natürlich im Moment leider niemand.

Maßnahmen der NRW-Landesregierung

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  • Die Bundesregierung und die Länder haben sich am Sonntag (22. März) auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geeinigt. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 20. April.

    Foto: dpa
  • Schulen und Kitas geschlossen

    Bereits seit Montag (16.3.) sind die Schulen in NRW geschlossen. Die Lehrer blieben im Dienst, zur Vorbereitung von Abschlussarbeiten etwa oder um digitale Unterrichtsformen durchzuführen.

    Ebenso dürfen Kinder bis zum schulpflichtigen Alter seit Montag nicht mehr in Kitas gebracht werden. Kinder sollten nicht bei Großeltern untergebracht werden.

    Für die Kinder des Personals, das zur Bewältigung der Krise notwendig sei, gibt es besondere Betreuungsangebote.

    Foto: Caroline Seidel
  • Geschäfte und Läden werden geschlossen.

    In Nordrhein-Westfalen sind seit Mittwoch (18.3.) alle Geschäfte und Läden geschlossen, die nicht der täglichen Grundversorgung dienen. Supermärkte, Wochenmärkte, Apotheken, Drogerien, Baumärkte, Großmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Zeitschriftenhandel und Friseure zum Beispiel bleiben auf. Lebensmittel dürfen sonntags verkauft werden. Aber alle großen Supermarktketten wollen vorerst bei ihren Öffnungszeiten bleiben und nicht sonntags öffnen.

    Foto: dpa
  • Spielplätze

    Alle Spiel- und Bolzplätze sind gesperrt. "Bitte jetzt nicht auf irgendwelche Wiesen ausweichen", mahnte NRW-Familienminister Stamp.

    Foto: dpa
  • Gastronomie

    Restaurants,Bars, Cafés, Kneipen und Amüsier-Etablissements müssen ganz schließen. Nur Lieferung oder Abholung sind noch möglich.

    Foto: dpa
  • Tourismus

    Hotels dürfen keine Touristen mehr beherbergen. Reisebusreisen sind verboten.

    Foto: dpa
  • ÖPNV wird eingeschränkt:

    Der öffentliche Personennahverkehr in NRW wird wegen der Corona-Krise eingeschränkt. Bahn und Busse fahren vielerorts nur noch nach dem Ferien-Fahrplan. Es wird empfohlen, nur noch in dringenden Fällen den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Fahrkarten-Kontrollen werden nicht mehr durchgeführt.

    Die Stadtwerke Münster bitten  alle Fahrgäste, in den Stadtbussen bis auf Weiteres nur die hinteren Türen für den Ein- und Ausstieg zu nutzen. Die erste Tür direkt bei der Fahrerin oder beim Fahrer bleibt vorsorglich geschlossen, im Bus werden keine Tickets mehr verkauft.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Freizeit

    Per Erlass der Landesregierung sind Veranstaltungen grundsätzlich untersagt, dazu gehören auch alle Konzerte oder Aufführungen.

    Kultureinrichtungen wie Ausstellungen und Kinos sind geschlossen. Auch Tier- und Freizeitparks müssen den Betrieb einstellen, gleiches gilt für Sportanlagen.

    Foto: Matthias Ahlke2
  • Sportbetrieb eingestellt

    Keine Spiele, kein Training. Auch Fitnessstudios und Schwimmbäder dürfen nicht mehr öffnen. Der Sport in NRW steht komplett still.

    Foto: imago-images
  • Gottesdienste abgesagt:

    Es dürfen ab sofort keine Gottesdienste mehr abgehalten werden. Alle religiösen Veranstaltungen müssen bis auf Weiteres abgesagt werden.

    Foto: Oliver Werner
  • Sommersemester-Start an NRW-Hochschulen verschoben:

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird auch der Start des Sommersemesters an den nordrhein-westfälischen Hochschulen vorerst bis zum 20. April, dem Ende der Osterferien, verschoben.

    Ursprünglich sollte das Sommersemester an den Fachhochschulen am 23. März und an den Universitäten am 6. April beginnen.

    Foto: Sebastian Gollnow
  • Operationen verschieben:

    Alle nicht zwingend nötigen Operationen in NRW sollen wegen der Coronakrise auf absehbare Zeit verschoben werden. Das sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). 

    Foto: Georg Wendt
  • Keine Besuche mehr in Pflege- und Altenheimen in NRW:

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus dürfen Alten- und Pflegeheime in NRW grundsätzlich nicht mehr besucht werden. Besuche seien nur in dringenden Ausnahmefällen möglich, sagte Ministerpräsident Armin Laschet bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

    Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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