Bürger kritisieren baulichen Zustand von Straßen und Radwegen
„Löcher keinen Meter auseinander“

Reckenfeld -

An zahlreichen Stellen in Reckenfeld sind Wege und Straßen nicht in Ordnung. Im Bezirksausschuss benannten nun einige Bürger die Mängel und forderten von der Stadt, für Abhilfe zu sorgen.

Donnerstag, 02.04.2020, 08:46 Uhr
Der Zustand der Elbestraße in Höhe der Kita soll sich im Zuge des Umbaus der Kanalstraße 2021 verbessern.
Der Zustand der Elbestraße in Höhe der Kita soll sich im Zuge des Umbaus der Kanalstraße 2021 verbessern. Foto: Oliver Hengst

Dass die Bezirksausschusssitzungen in Reckenfeld meist vor erstaunlich großem Publikum stattfinden und dieses intensiv vom Fragerecht eingangs der Sitzung Gebrauch macht – das kennt man. In der jüngsten Sitzung jedoch meldeten sich besonders viele Bürger zu Wort, und fast allen ging es um das Thema Verkehrssicherheit.

Ein Bürger machte zum Beispiel auf die Situation an der Steinfurter Straße aufmerksam, speziell der letzte Abschnitt bis zum Kanal. „Die Straße ist in einem nicht haltbaren Zustand. Die Löcher sind da keinen Meter auseinander“, bemängelte der Reckenfelder. Ob man diese Löcher nicht zumindest provisorisch schließen könne, um das Befahren vor allem für Radfahrer sicherer zu machen? Genau das passiert, entgegnete André Kintrup, im Rathaus für Straßenverkehr zuständig. Man werde die Straße in einem gebrauchssicheren Zustand halten und sich um die Löcher kümmern – derlei Arbeiten würden aber nicht im Winter erledigt.

Auch der Zustand der Fahrbahn auf der Elbestraße (speziell im Bereich der Awo-Kita) wurde thematisiert. Gleiches gilt für die Zufahrt zum Matthias-Claudius-Haus. Hier ist jedoch die Stadt nicht zuständig, da es sich um einen Privatweg handelt. Der kritische Teil der Elbestraße werde im Zuge des Umbaus der Kanalstraße erneuert. „Der Fahrbahnzustand der Elbestraße wird sich voraussichtlich 2021 deutlich verbessern“. Das gilt auch für die Kanalstraße selbst, deren Zustand – auch des von Radfahrern genutzten Seitenstreifens – von Bürgern ebenfalls als verbesserungswürdig wahrgenommen wird.

Am Jägerweg und am Kirchweg seien die Bankette in so schlechtem Zustand, dass Radfahrer auf die Straße ausweichen müssten. „Ist da was geplant?“, wollte ein Radfahrer von der Stadtverwaltung wissen. „Sie haben grundsätzlich recht. Der Zustand ist schlecht“, räumte Kintrup ein. Aber am Kirch- und am Jägerweg gebe es keine Radwege. „Sie sind sogar teilweise in einer Zone 30, so dass Sie als Radfahrer immer auf der Straße fahren müssen und nicht auf dem Seitenstreifen – unabhängig davon, wie er aussieht.“ Ein Radweg am Jägerweg liege derzeit auf Eis.

Ein anderer Bürger verwies auf die Ecke Bahnhofstraße/Industriestraße, wo einen Hecke die Sicht versperre. Hier sagte die Verwaltung zu, das Gespräch mit dem Grundstücksbesitzer zu suchen (unsere Zeitung berichtete).

Eine weitere Gefahrenstelle, die ein Reckenfelder ausgemacht hat: der Bereich Grüner Grund / Kirchweg. Wer dort im Bereich des Parkplatzes an der Kirche den Kirchweg kreuzen wolle müsse gehörig aufpassen. „Ich finde, das ist eine sehr gefährliche Stelle.“ In der Kurve müssten Eltern mit Kindern (Ziel: Spielplatz oder Kita) die Straßen ebenso kreuzen wie ältere Menschen, die zum Pfarrheim oder zur Kirche wollten. Der Anwohner regte daher einen Zebrastreifen und / oder eine bessere Ausleuchtung an.

Kintrup kennt die Stelle, vermochte aber aus dem Stand nichts zu einer möglichen Gefahr zu sagen. Er nahm die Anregung aber auf und sagte eine Prüfung der Situation zu.

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