Gespräch über die aktuelle Situation in der Gastronomie
Aden besucht Wirte virtuell

Greven/Reckenfeld -

Auf Einladung von CDU-Bürgermeisterkandidat Dietrich Aden trafen sich Grevener Gastronomen zu einem Gespräch über die derzeitige Situation und Zukunft der Gastronomie in Greven. Das Treffen fand im digitalen Raum, im Rahmen einer Videokonferenz statt.

Sonntag, 03.05.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 16:01 Uhr
Im Rahmen einer Videokonferenz sprachen Grevener Wirte mit dem CDU-Bürgermeister-Kandidaten Dietrich Aden.
Im Rahmen einer Videokonferenz sprachen Grevener Wirte mit dem CDU-Bürgermeister-Kandidaten Dietrich Aden. Foto: CDU

Auf Einladung von CDU-Bürgermeisterkandidat Dietrich Aden trafen sich die Gastronomen Robin Zurbrügge (Sprecher Wirteverein Greven und Restaurant Siedlerklause), Saleh Es-Sinawi (Täglich und Spontan) und Antonio Furnari (Ristorante e Pizzeria Etna) zu einem Gespräch über die derzeitige Situation und Zukunft der Gastronomie in Greven. Das Treffen fand im digitalen Raum, im Rahmen einer Videokonferenz statt.

Anlass für dieses Gespräch war die aufsehenerregende Aktion „Leere Stühle“ auf dem Marktplatz, mit der die Gastronomen auf ihre dramatische Lage aufmerksam gemacht haben. „Ich habe den Eindruck, dass viel über die Gastronomen, aber wenig mit den Gastronomen gesprochen wird. Deshalb habe ich den drei Unternehmern das Gespräch angeboten und gefragt, ob sie bereit wären, mir ihre aktuelle Lage zu schildern und was sie sich von der Politik wünschen“, erläutert Aden die Hintergründe zu dem Gespräch.

Aden zeigt sich bewegt von dem rund eineinhalb Stunden dauerndem und sehr offen geführtem Gespräch: „Die Wirte in Greven sind im besten Sinne eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich auch in dieser Krise gegenseitig unterstützen und helfen. Auch wir als Stadtgesellschaft müssen jetzt an der Seite Gastronomen stehen, ihnen ein offenes Ohr schenken und sie so gut wie möglich durch die Krise begleiten“, so Aden.

Konkret ging es im Gespräch um die Frage, wie eine nachhaltige finanzielle Unterstützung des Staates aussehen könne sowie wann und wie die Wiedereröffnung der Gastronomie stattfinden solle. In Hinblick auf die wirtschaftliche Situation stellt Aden fest, dass die Landes- und Bundesregierung sehr viel für die heimische Wirtschaft geleistet habe. Doch je länger der Shutdown für speziell die Gastronomiebranche andauere, desto mehr müsse über weitere Finanzhilfen nachgedacht werden. Die befristet gesenkte Mehrwertsteuersenkung bei Speisen auf sieben Prozent sei zwar ein richtiges Zeichen, müsse aber entfristet und auch auf Getränke ausgeweitet werden. Das Kurzarbeitergeld müsse zudem schneller ausgezahlt werden, damit die Unternehmen gegenüber ihren Arbeitnehmern nicht zu lange in Vorleistung gehen müssen und so in Liquiditätsprobleme geraten.

Bezüglich einer Wiedereröffnung äußert sich Aden deutlich, dass die Gastronomen nun eine klare Ansage bräuchten, wann und unter welchen Bedingungen sie ihre Geschäfte wieder öffnen dürften. Zu einer solchen Exit-Strategie müsse eine ausreichende Vorlaufzeit sowie klare gesetzliche Vorgaben gehören, damit alle notwendigen Hygienemaßnahmen umgesetzt werden könnten. „Wir müssen dieser Branche Planungssicherheit geben und ganz ehrlich sagen, ob sie im Herbst Veranstaltungen oder im Winter Weihnachtsfeiern anbieten können. Die Hygienevorschriften müssen so umgesetzt werden können, dass sich auch dann noch der Geschäftsbetrieb lohnt“, fordert Aden.

Derweil lobt Aden das große Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, die über die sozialen Netzwerke für die Außerhaus-Angebote der Gastronomen werben: „Ich nehme eine große Solidarität der Menschen in Greven wahr und bin zuversichtlich, dass die Treue der Kunden zu ihren Restaurants über die nächsten Wochen anhalten wird“.

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