Evangelische Gemeinde
Ab Sonntag wieder Gottesdienste

Greven -

Erstmals seit neun Wochen lädt die Evangelische Kirchengemeinde Greven wieder zu Gottesdiensten in die Christuskirche und die Erlöserkirche ein.

Mittwoch, 13.05.2020, 06:37 Uhr aktualisiert: 13.05.2020, 15:56 Uhr
In der Christuskirche (Bild) und der Erlöserkirche werden ab Sonntag wieder Gottesdienste abgehalten.
In der Christuskirche (Bild) und der Erlöserkirche werden ab Sonntag wieder Gottesdienste abgehalten. Foto: Peter Beckmann

Am kommenden Sonntag ist es so weit: Erstmals seit neun Wochen lädt die Evangelische Kirchengemeinde Greven wieder zu Gottesdiensten in die Christuskirche und die Erlöserkirche ein. Beginn ist in der Erlöserkirche um 9.30 Uhr, in der Christuskirche um 11 Uhr.

„Wir freuen uns, dass sich nun wieder Menschen in unserer Kirche versammeln können“, sagt Pfarrer Jörn Witthinrich. „Wir wissen dabei um unsere Verantwortung und haben ein Schutzkonzept entwickelt, das wir sorgfältig anwenden werden. Denn von unserer Gemeinschaft im Gottesdienst soll Stärkung ausgehen und keine neue Ansteckungsgefahr.“

Maßgeblich sind die Eckpunkte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die mit dem Robert-Koch-Institut abgestimmt wurden. Auf dieser Grundlage hat die Gemeinde konkrete Maßnahmen vorbereitet. Folgende Regeln gelten demnach für Gottesdienste in beiden evangelischen Kirchen in Greven und Reckenfeld:

Der Abstand zwischen zwei Personen beträgt zwischen anderthalb und zwei Meter in jede Richtung, entsprechend sind die Plätze in der Kirche markiert. Wer zu einem Hausstand gehört, darf aber näher zusammenrücken.

Auf diese Weise reduziert sich die Zahl der Plätze in der Kirche auf 30 (Christuskirche) bzw. 34 (Erlöserkirche). So viele Personen dürfen maximal am Gottesdienst teilnehmen. Falls mehr Menschen Gottesdienste feiern wollen, wird gleich im Anschluss an die geplanten kurzen Gottesdienste ein zweiter Gottesdienst gefeiert werden.

Besucher desinfizieren sich vor der Kirchentür die Hände. Dazu wird Desinfektionsmittel bereitgestellt.

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, werden die Gottesdienstbesucher in eine Liste eingetragen.

Die Gottesdienstbesucher tragen einen Mund-Nasen-Schutz und sind gebeten, diesen mitzubringen.

Auf Berührungen wie Händedruck zur Begrüßung oder Friedensgruß wird verzichtet.

Kollekten werden nur am Ausgang eingesammelt.

Das gemeinsame Singen bringt besondere Infektionsrisiken mit sich und unterbleibt deshalb.

Das Abendmahl entfällt momentan wegen der hohen Ansteckungsgefahr. Ein Gottesdienst ohne Abendmahl ist keine mindere Form - auch in ihm ist die Gegenwart Gottes möglich.

Pfarrer Uwe Völkel: „Vieles, was wir jetzt in unserer Kirche praktizieren, ist ungewohnt, manches wird sich seltsam oder fremd anfühlen. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir auch unter diesen besonderen Bedingungen fröhlich und nachdenklich zusammenkommen können, um Trost und Stärke zu empfangen, um Gott zu loben und ihm zu danken.“

An die neuen Erfahrungen mit einer medialen Teilnahme am Gottesdienst will die Gemeinde anknüpfen. Es hat sich gezeigt: Auch im Internet können sich, wie schon lange am Radio oder Fernseher, Menschen zum Gottesdienst zusammenfinden. Und mit den neuen Möglichkeiten werden nicht weniger, sondern mehr und andere Menschen erreicht. Die gewohnten Gottesdienste erfahren also eine gute Ergänzung. Auch weiterhin gibt es deshalb vorerst von jedem Sonntagsgottesdienst ein Video auf der Homepage der Gemeinde www.m-einegemeinde.de.

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