Zwei neue Kunstwerke für den Emsdeich werden vorbereitet
Wolkenfabrik im Anmarsch

Greven -

Strahlender Himmel, viele Eltern und Großeltern, die mit Kinder auf dem Emsdeich spazieren gehen. In Corona-Zeiten ist Grevens Fußgänger-Flaniermeile gut besucht. Demnächst wird sie noch einen Tacken attraktiver werden. Denn dann kommen die Wolkenfabrik und der Webzylinder hierher.

Donnerstag, 14.05.2020, 23:55 Uhr aktualisiert: 15.05.2020, 17:00 Uhr
Wollen noch mehr Kunst am Deich: Ria Beuning, Annegret Lang und Sepp Weber (v.l.)
Wollen noch mehr Kunst am Deich: Ria Beuning, Annegret Lang und Sepp Weber (v.l.) Foto: Günter Benning

 

Sepp Weber hat das Exposé für die beiden Kunstwerke in seiner Mappe aufgeschlagen. Keine kleinen Sachen, die den Skulpturenweg bereichern sollen. Anna Arnskötters „Wolkenfabrik“ wird einem Industrieschornstein ähneln, bei dem allerdings das Werksgebäude an der Spitze steht. Drei Meter hoch wird er sein. „Wir stellen ihn zwischen Setex und Schönefliethbrücke auf“, sagt Annegret Lang von der Organisationsgruppe.

Arnskötter ist gebürtige Grevenerin, lebt und arbeitet aber in Lentzke bei Brandenburg. Die verwandtschaftlichen Beziehungen sind geblieben. „Die Familie Arnskötter“, freut sich Lang, „beteiligt sich beim Sponsoring an dieser Skulptur.“

Noch voluminöser wird der „Webzylinder“ werden, den der im münsterländischen Velen lebende Bildhauer Ulrich Kuhlmann bereits in seiner Werkstatt in Arbeit hat. Ein großes Metall-Kunstwerk, das ebenfalls an die Textil-Industrie-Kultur Grevens erinnern soll.

Eigentlich sollten beide Kunstwerke bereits im Mai oder Juni errichtet werden. Doch jetzt wird wohl eher ein Termin im Herbst gesucht – wegen der Probleme mit Corona.

Auch der Webzylinder wird in Richtung Schöneflieth aufgestellt werden.

Danach ist aber nicht Schluss. „Wir haben noch weitere Kunstwerke auf der Wunschliste“, sagen die Organisatoren. Zum Beispiel die Skulptur „Manopulpo“ des mallorquinischen Künstlers Oswaldo Fernández Pardo. Ein Bildhauer aus dem Bekanntenkreis des im letzten Jahr verstorbenen Kustos der Skulpturenausstellung Pons Beuning. Er besaß ein Ferienhaus auf Mallorca.

„Unser Hauptsponsor ist mittlerweile die Kreissparkasse“, bedankt sich Annegret Lang. Aber die Skulpturengruppe sucht immer nach weiteren Sponsoren für Kunstwerke. Einige Grevener Familien haben sich bereits am Deich ihr Denkmal gesetzt. „Wir hoffen“, so Lang, „dass wir noch jemand finden, der für Spenden werben kann.“ Pons Beuning, dessen Witwe Ria die Gruppe unterstützt, war ein Meister des Spendensammelns – alles für die Kunst.

Er selbst hat übrigens sein Loveboard auf den Deich gesetzt. „Mittlerweile hängen daran auch mehr Liebesschlösser“, freut sich Sepp Weber. Die Kunst bleibt lebendig.

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